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#moo3planet

Penny Arcade Review übersetzt von Fal Shilde

MoO3 ist hervorragend. Aber nun ein paar genauere Erläuterungen:

Ich habe nun eine Spielzeit von 15 Stunden hinter mir und ich werde ehrlich mit euch sein - in den ersten Stunden dachte ich das das Spiel mich verrückt machen würde. Wer seine strategischen Muskeln mit ähnlicher Aufbaustrategie auf Trap gehalten hat, wird sich eventuell schneller daran gewöhnen, allerdings ist MoO3 kein "Spiel" in dem klassischen Sinne, sondern eher eine "Anwendung". Es ist eine Benutzeroberfläche, welche geschaffen wurde, um die Steuerung eines Weltraumimperiums zu erleichtern. Sobald man das erkannt hat ist der Rest einfach.

Einer der Gründe warum die ersten Stunden so überwältigend sind ist das Tutorial, welches so wie es ist nicht gerade sehr gut ist. Es besteht mehr oder weniger aus einer Reihe von längeren Infotexten, welche aktiviert werden, wenn man einen Bildschirm zum ersten Mal besucht, und einem Textblock am Rand vom Bildschirm. Zusammen mit der eigentlichen Seite wird man von Informationen regelrecht erschlagen. Ich habe daher die Infotexte fast sofort abgeschaltet. Etwas anderes, was ich getan habe, war den prima Strategieführer zur Hand zu nehmen. Etwas was ich normalerweise nicht tue, aber nach dem ersten Spiel habe ich mich mit dem Führer hingesetzt und alle meine Fragen geklärt bevor ich neu angefangen habe. Ich habe ohne zu untertreiben den Führer wie ein Lehrbuch durchgelesen.

Hier ist eine andere Sache, und ich glaube dies ist wichtig. Ich sage euch jetzt das es komplex ist, weil ich beim Spielen gefühlt habe das es komplex ist. Wenn ich jetzt aber auf das Spiel zurückschaue, frage ich mich was daran so schwierig war. Sämtliche Information ist da wo man sie sehen kann, es gibt eine praktische eingebaute Enzyklopädie und ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen was sie sonst hätten tun können um das Spiel besser zu machen. Das Problem am Anfang ist das so verdammt viel Information vorhanden ist, das man sich erst an diese gewöhnen muss. Hinzukommt das, obwohl man sein komplettes Imperium manuell steuern könnte (sogar bis zum genauen Einteilen der einzelnen Zonen von einzelnen Planten in Agrikultur, Handel und so weiter), man dieses nicht umbedingt tun muss. Obwohl viel zu tun ist, könnte, aufgrund der Stellvertreter, praktisch jeder das Spiel nach seinen Vorlieben spielen. Jede Welt hat bestimmte Eigenschaften und es gibt auf jedem Planeten einen virtuellen Menschen, welcher sämtliche Entwicklung steuern kann, herzlichen Dank auch. Falls man nicht will, dass er dies macht, aber auch nicht alles selbst steuern will, kann man Richtlinien setzen, welche die Stellvertreter steuern. Man kann sagen "Ich will das sich meine Hauptwelten auf primär auf Rohstoffabbau, sekundär auf Forschung und tertiär auf Nahrungsproduktion und das sich meine Grenzwelten primär auf Verteidigung und sekundär Rohstoffabbau konzentrieren. Sofern man es nicht will, muss man sich nicht noch mal um diese kümmern.

Ich glaube Quicksilver hat Mumm. Mumm, Mumm und nochmals Mumm. Diverse Sorten von Mumm und eine Sammlung von Mumm aus allen Zeitaltern, welche hübsch anzuschauen sind. Dies ist die Art von Spielen, welche dem PC seinen Ruf für komplexe Strategie gaben. Meine geheime Befürchtung ist nur das die Allgemeintheit nicht mehr so ein Spiel haben will, aber ich hoffe dennoch das Master of Orion 3 sich gut verkaufen wird.

Vom Visuellen haben wir es hier aber mit einem 4-8-6-Typus zu tun (Anmerkung des Übersetzers - ich nehme mal an er meint den 486-CPU, ihr wisst schon, das vor Pentium und Co). Offensichtlich ist das nichts was das Spiel schlecht machen sollte, aber passt auf. Dies ist wie ein Test von einem gerissenen und unberechenbaren Spiele-Gott, um zu sehen ob ihr es wirklich ernst gemeint habt, wo ihr gesagt habt das für euch nur Gameplay wichtig ist.



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