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Newscomments (Storycontest)
Caliban |
Oh, tatsächlich ein Missverständinis. Entschuldigung. Stimme dir jetzt tatsächlich zu.
Nun, nach der Entscheidung der Jury wird es unter den Usern sicher noch genug Streit... Verzeihung, objektive Diskussionen geben. Dann werden wir sehen, wie stark sich die Meinungsbilder unterscheiden. |
Pygmalion |
Lieber Caliban...
Du hast das etwas falsch verstanden - bzw. ich habe mich ungeschickt ausgedrückt...
Ich bin auch vielmehr der Meinung, man solle eine Jury entscheiden lassen, welche nun die beste Geschichte sei.
Aber ich würde es gerne sehen, wenn unabhängig von der Kührung, eine Befragung der Normalsterblichen stattfinden würde.
Dann könnte es durchaus eine Kührung von der Jury, und eine seperate Platzierung von den Usern geben - zwei verschiedene Paar Schuhe also - bei einem gewinnt man was - beim anderen könnte man sich erstens auch geehrt fühlen - zweitens wäre es interessant zu sehen, inwiefern und wiesehr Juryurteil und Userurteil differieren.
So meinte ich es ;-)
Liebe Grüße und "Alles Gute und Gerechte uns allen."
dein Pygmalion |
Caliban |
Mögest du recht behalten.
Dennoch: Anarchisten finden sich immer und überall. Man verstehe mich nicht falsch, ich bin kein Freund autoritärer Strukturen ("Führerprinzip"), aber es ist mir lieber, dass sich einige kluge Köpfe zusammen setzen, um in Ruhe zu beraten, wer denn nun Sieger dieses Wettbewerbs werden soll, als mich den relativen Unsicherheiten einer "Poll" auszusetzen.
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Pygmalion |
@ Caliban...
Welchem Zeitgenossen, ausser einem Storycontestteilnehmer sollte es Belangen sein, die Maschine zu manipulieren ?
Man sollte von den Storycontestteilnehmern erwarten sollen, daß sie nicht unehrlich sind - womöglich es auch irgendwie bewerkstelligen, daß sie nicht ihre eigene Story wählen können, oder gar nicht wählen dürfen.
Ein User hat ja keinen Gewinn davon, daß er eine Story mit findigen Tricks auf die Spitze setzt - ausser er ist ein Spaßvogel, den es nicht um den Contest an sich geht.
Ehrlich gesagt, sehe ich da nicht soviele Schwierigkeiten, so eine Userumfrage ins Leben zu rufen... Mühe dies zu bewerkstelligen/Managen/Know-How erforderts sicher - aber ich glaub, das wäre es wert.
Liebe Grüße und "Alles Gute und Gerechte uns allen."
dein Pygmalion |
Caliban |
@Pyg: Erwischt! Denn um herauszufinden, ob du zweimal abstimmen kannst, musst du versucht haben, zu betrügen.
Meine Güte, was sind wir Menschen doch verschlagen.
Ist natürlich nur Spaß :) Natürlich hast du recht, was die Technik der Meinungsumfragen anbelangt. Trotzdem: Ein findiger Zeitgenosse wird immer einen Weg finden, wie man die Maschine umgeht... |
Pygmalion |
@ Caliban...
Also erstens gibt es schon etliche Umfrage"maschinen" wo man in einem bestimmten Zeitraum nur einmal abstimmen kann (Stichwort Cookies ?).
Zweitens hab ich bisher bei den Umfragen rechts auf der Moo3 Seite (also dieser ;-)) auch nicht 2mal abstimmen können. Ich habe vor paar Tagen gestimmt, ich würde nicht zu einer Lan-Party gehen. So - und dann sieht man nur mehr die Votings, wie es steht. Seitdem also keine neue Wahlmöglichkeit.
Sicher : Manipulieren kann man immer. Aber das kann jeder mit jeder Geschichte - und damit ergäbe sich dann wieder eine gleichmäßige Verteilung *ggg*
Also das geht schon mit ein bisserl gutem Willen und Know-How ;-)
Liebe Grüße und "Alles Gute und Gerechte uns allen."
dein Pygmalion |
Caliban |
@Pyg: Was du übersiehst: Eine "Poll" setzt voraus, dass alle User ehrlich daran teilnehmen, denn:
MOO3Planet.de ist eine offene Seite, d.h. ohne Registrierung der User, so dass jeder hier seine Stimme abgeben könnte, so oft er wollte. Ich könnte also einhundert Mal für meine Story stimmen, ohne dass jemand wüßte, dass ich es war...
Auf Morrowind.de haben sie dieses Problem bei einem Addon-Wettbewerb: eine offene "Poll", bei der jeder User abstimmen kann so oft er will. Ist das objektiv? |
Muside |
Dem gibt es nichts hinzuzufügen. |
Pygmalion |
@ Muside...
Ok, du hast recht : ich ging davon aus, daß die Jury halbwegs was davon versteht, was sie beurteilen will.
Andererseits : es geht hier nicht um den Oscar, um den Bambi, oder gar den Nobelpreis für Literatur *g*
Jeder würde den letzten Platz erreichen wollen, wenn dieser zusichern würde, etwas zu bekommen (zB. Moo3 *g*).
Es geht also im Grunde nur um ein Spiel - bzw. die Trostpreise - und auch darum, bisserl seinem Mitteilungsbedürfnis (wie es einer mir vorwarf) Luft zu machen. Es steht ausser Frage, daß in diesem Rahmen die Geschichte eines Storycontestteilnehmers von mehr Leuten gelesen wird, als wenn ers auf seiner Beepworld-Homepage zum Lesen hinstellen würde ;-)
Man bekommt Meinungen - Anregungen - Kritiken. Die Teilnehmer, die wirklich gerne geschrieben haben,und nicht nur, damit sie ihr Taschengeld etwas schonen, wissen das (die Meinungen, Kritiken, usw.) sicher sehr zu schätzen.
Dennoch hat der Storycontest seinen Nutzen auch für die Moo3-Seite - nämlich, das dieser populärer gemacht wird. Die Besucher pro Tag erhöhen sich, und sei es nur dadurch, das einige Storycontestteilnehmer dauernd nachschauen, ob schon was neues zu ihrer Geschichte dasteht *rotwerd* hehehe
Da du von Mittelwerten ausgingst, wäre es interessant, diesem auf den Grund zu gehen, auch wenn dies nicht qualitativ erfolgen kann, aus einem Grund, den ich weiter unten noch sagen werde...
Nämlich, daß man einen "Poll" macht, wo User abstimmen können, welche Geschichte ihnen am besten gefallen hat.
Wir können davon ausgehen, daß fast alle User unter deinen Kriterien fallen - nämlich, daß sie nicht viel von Literatur verstehen. Demnach müßte sich bei jeder Geschichte etwa der gleiche Wert zeigen.
Je mehr User, desto qualitativer dieser Versuch. Der Grund dafür liegt in den Sympathien der User, zu bestimmten Storycontestschreibern. Dies verfälscht logischerweise ein objektives Ergebnis. Um diesen Faktor so gering wie möglich zu halten, wäre es also notwendig, daß soviele wie möglich über die Stories abstimmen.
Wenn wir davon ausgehen, daß der Durschnittsleser also deinen Kriterien entspricht, ist es nicht einmal notwendig, daß er alle Geschichten gelesen hat. Da wir davon ausgehen, daß sein Urteil praktisch nach dem Zufallsprinzip läuft, also nicht wirklich auf Grundlagen - zeigt sich dasselbe Ergebnis, wenn kein User die Geschichten gelesen hat, und einfach wahllos auf eine Geschichte tippt - wie wenn alle User alle Geschichten gelesen haben.
Deswegen ist die Menge der User so wichtig.
Wenn du recht hast, dürften sich keine größeren Varianzen zwischen den Bewertungen der verschiedenen Geschichten einstellen. Wenn du Unrecht hast, dann müßten sehr wohl Varianzen da sein, die bei einer großen Menge von Usern nicht mehr der Zufallsverteilung entsprechen kann.
Dann müßtest du deine Behauptung zumindest teilweise revidieren, und in Betracht ziehen, daß die Jury ein qualitativeres Urteil ziehen kann, als du befürchtest.
Ich weiß jedoch selbst nicht die Antwort. Intuitiv neige ich aber zu deiner Ansicht, Muside.
Liebe Grüße und "Alles Gute und Gerechte uns allen."
dein Pygmalion
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Muside |
@Serge: Wir wollen's hoffen... Analyse von Erzähltexten und Interpretation wird an den Gymnasien heute stärker vernachlässigt denn je. Und wenn, dann werden nur die primitivsten und abgedroschensten Symbole erklärt. Dafür dann in übertriebenem Maße. Ich habe mich 'mal mit einem Germanistik-Studenten über verschiedene Werke der deutschen Literatur unterhalten, und anstelle inhaltliche Zusammenhänge zu knüpfen und auf die Vielschichtigkeit bestimmter Passagen einzugehen, vermochte der Junge nichts anderes, als mir aufzuzählen, wo er überall Phallus-Symbole entdeckt zu haben glaubte...
Also, auch unser Universitäres System scheint ein bißchen marode. Ich würde keiner Jury blind über den Weg trauen, nichtmal, wenn jeder einzelne seinen Magister Artium gemacht hätte. Akademische Titel bekommt man heutzutage nämlich auch schon nachgeschmissen. Viele kopieren sich ihre Magister- und Doktorarbeiten sogar aus dem Internet zusammen. Deswegen vertraue ich nur einer fundierten, ausführlichen Kritik.
@Pygmalion: Keine Sorge, ich habe nicht vergessen, dass die Jury aus mehreren Leuten besteht, und dein Einwand, dass der Fehlerfaktor der Jury exponentiell mit der Zahl der Mitglieder sinkt, kommt nicht von ungefähr. Dennoch: Nur einmal theoretisch angenommen, die Jury bestünde aus 10.000 Mitgliedern, aber kein einziger von ihnen würde die Storys raffen. Dann würdest du 10.000 mal eine praktisch beliebige Wertung bekommen, und zwar für jede einzelne Story. Stochastisch gesehen bekämst du dann als Durchschnittswert für jede Story die gleiche Wertung.
Wo lag der Fehler in deiner Argumentation, Pygmalion? Du bist die ganze Zeit über davon ausgegangen, dass die Jury-Mitglieder von ihrem Job zumindest ein bißchen verstehen. Dagegen liegt der stochastische Mindestwert von 'verstehenden' Jury-Mitgliedern bei 66%, ansonsten würde die Zahl der 'nicht-verstehenden' Jury-Mitglieder den Schnitt zu sehr drücken und die Endwertung würde in Beliebigkeit versumpfen. Das heißt bei 5 Jury-Mitgliedern, dass 4 ihren Job hundertprozentig beherrschen müssen, um wahrscheinlichkeitsmechanisch den Fehlerfaktor ausbügeln zu können. Und das wiederum ist wahrscheinlichkeitsmechanisch unwahrscheinlich, nicht wahr?
Nein, nein, ich will euch nicht die Stimmung vermiesen. Ich halte die Jury ja auch nicht für bunt zusammengewürfelt. Letzten Endes aber, und das ist es, worauf ich hinauswill, wird der Sieger weniger ein Sieger der Qualität, als einer des Zuspruchs sein. Aber das war schon immer so. |
Pygmalion |
@ Serge...
Naja, zumindest hoffe ich das - sollte so sein ;-)
Grüße und "Alles Gute und Gerechte uns allen."
dein Pygmalion |
Serge |
hiho
ja, klar; jury wird wohl anders werten als ein "durchschnittsleser" |
Pygmalion |
@ Serge...
Nun gut - du beschriebst aber einen ziemlich subjektiven Standpunkt - nämlich den, daß wenn etwas nicht flüssig geschrieben ist, und ausserdem, wenn es von Fehlern nur so strotzt, daß du dann nicht weiterliest - das Werk als unlesbar praktisch einstufst (Zeitverschwendung).
Mir ging es da vielmehr darum, Musides Aussage von der "Unmöglichkeit" eines objektiven Urteils der Geschichten, zu vertiefen.
Wir Leser können es uns wirklich erlauben, wenn eine Geschichte eine Art Makel hat, die gerade uns unverzeihlich erscheint, daß wir dann nicht weiterlesen - fertig. Das billige ich auch, und verstehe es. Dem Leser steht dieses Recht zu. Aber einer Jury nicht. Eine Jury muß mehr Dinge in der Geschichte berücksichtigen - und zwar mit mindestens soviel, wenn nicht sogar mehr Gewichtung (schließlich stand in den Storycontestbedingungen, daß ein einwandfreies Deutsch gar nicht mal so wichtig sei). Die Jury muß sich also, so schwer es manchen Mitgliedern auch erscheint, in die Geschichte reinlesen, und dessen Werte herausfischen (eben die Werte, die dann in die jeweiligen Kategorien eingetragen werden (falls es so abläuft wie ich in meinem vorigen Posting vorschlug)).
Und darin liegt eben der große Unterschied, zwischen Jury und Leser. Die Jury kann sichs nicht erlauben, wie ein Leser die Geschichte handzuhaben - sonst wäre das Urteil wirklich sehr subjektiv, und wie bei den Lottozahlen, wie Muside keck sagte.
Die Sache mit den roten Wellchen in Word kenne ich auch - aber ich hab ihn absichtlich ausgeschalten. Ok, bei meiner "Das blaue Flackern"-Geschichte hätt' sie womöglich was genutzt. Aber schon beim vorigen Satz, hätt's abgeschmiert. Wie du merkst : das sogenannte apostrophische Prinzip *ggg*. Das besagt, daß jedes Wort, das ein Apostroh enthält, einfach ebenfalls als Fehler genommen wird - unglücklichenfalls sogar von selbst korrigiert wird - so steht es auch mit technischen Scifi-Begriffen, die nicht im Word-Wortespeicher drin sind. Wenn ich zum Beispiel schreib : Translight-Sender, so wird das 100-Pro unterwellt werden. Und auf so einen Müll hab ich keine Lust - vor allem nicht, wenn Word mir da selbsttätig in die Geschichte pfuscht - und dann kann ich suchen, wo es was zu meinem Gram geändert hat. Nene - sowas will ich nicht. Lieber will ichs mir tausendmal durchlesen, und dann ein paar Kritiken mehr bekommen, wonach ich teile weiters auskorrigiere, als das ich mir von Word sagen lasse, wo der Hammer hängt. Auch wenn er einige Sachen, wie gesagt nützlich erkennt. Hängt sicher auch davon ab, wie gut man diesen Fehlerkorrigierer konfigurieren kann (also das er nicht automatisch ausbessert und so). Ausserdem befleißige ich mich noch immer der alten Rechtschreibung - und ich will das auch weiter so halten. Wenn es mir schließlich so reingeprügelt wurde, dann soll ich diese Prügel auch verdient haben, und sie nicht wertlos machen. Deswegen bleib ich bei der alten Rechtschreibung - und auch das taugt dem Word nicht so sehr.
Fazit : Word geht mir auf'n Sack ;-)
So, das war mal meine Meinung, und Antwort, zu deinem Posting, Serge ;-)
Liebe Grüße und "Alles Gute und Gerechte uns allen."
dein Pygmalion |
Serge |
@Muside und Pyg ... da habt ihr mich :-)=
Pygs vergleich ist zwar weit hergeholt, trifft das problem aber trotzdem ganz gut ... essenz gegen darstellerische virtuosität. soweit so gut. gegeneinander abwägen kann mans wohl nicht gut? das eine ohne das andere aber immer eine halbe sache sein!
dabei wärs so einfach: heutzutage, wo so gut wie jeder mensch am PC seine sächelchen schreibt (und damit zu ca. 90% windoof+word) gibts erstens fehlerkorrektur, 2. so komische grüne und rote wellen unter wörtern und teilsätzen. wenn man sich lediglich damit befasst, kommt man in den meisten fällen bereits auf eine deutliche verbesserung seines geschriebenen!
Könnt ihr mir soweit recht geben? Es geht ja schliesslich darum, seine leser bei der stange zu halten, nicht nach dem ersten Absatz bereits das handtuch zu werfen! Schreib eine gute einleitung und du hast eine gute chance, dein werk an den mensch zu bringen :-)=
Tja, ist alles imo ...
und - ja, wenn die geschichte nicht halbwegs gut geschrieben ist (flüssigkeit, ein bisschen fesselnd, üble fehler vermeidend) dann les ich normalerweise gar nicht weiter --> zeitverschwendung!
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Pygmalion |
Ups, wie ich sehe, bezog sich mein Versprechen (in dem Thread nichts zu posten) auf den vorigen Thread. Da bereue ichs, daß ich meine Meinung zu Frey's Gewissen, im Thread zur Nebelmaschine postete. Nun - bei Bedarf kann ichs ja hier reinkopieren - denke aber, es würde den Postingfluß nur stören.
Muside kann ich voll und ganz zustimmen.
@ Serge...
Was ist, wenn eine Story weniger gut grammatikalisch geschildert ist, dafür aber in der Idee und Umsetzung gut ?
Ich will hierfür mal ein Beispiel zum besseren Verständnis, was ich meine, geben :
Nehmen wir an, es gibt zwei 10jährige. Der eine hat in Deutsch ne römische Eins - ist also grammatikalisch perfekt. Der andere hat im Grammatikalischem Schwierigkeiten (weil er möglicherweise Legastheniker ist) . Dem "Deutsch-1"-10jährigen wird gesagt, er solle einen Scifi-Aufsatz schreiben (sein erster Scifi-Aufsatz).
Dem Legastheniker-10-Jährigen wird gesagt, er soll ein anerkanntes geschätztes Werk von Asimov lesen, und dann einen Aufsatz über das Buch schreiben.
Was wird geschehen ? Der erste 10Jährige wird seinen ersten unausgegorenen Scifi-Aufsatz schreiben - mit dem Vorteil, daß er super lesbar ist, und grammatikalisch Einwandfrei. Aber die Idee und die Umsetzung wird zugegebenermaßen sicher etwas happern (da es noch dazu ja seine erste Scifi-Geschichte ist).
Der Legastheniker wiederrum wird eine Story nachschreiben, wo eine großartige Idee und Umsetzung dahinter steckt - aber er wird das ebenso unausgegoren machen, nochdazu schwer leserlich (rechtschreibfehler, usw..)
So - und nun geben wir beide Geschichten der Jury, die nichts weiß davon, daß der Legastheniker lediglich eine "Zusammenfassung" schrieb - weil sie dasjenige Asimov-Buch nicht kennt.
Dabei werden zwei Unterschiede auffallen : bei einer Geschichte ist die Idee und Umsetzung weniger gut - bei der anderen Geschichte ist die Leserlichkeit nicht gut.
Eine Geschichte glänzt durch das eine - die andere Geschichte glänzt durch das andere.
Ich glaube, das war es, was Muside mit der Schwierigkeit der Jury meinte. Wen soll man wie platzieren ?
Jede Story muß so objektiv wie möglich betrachtet werden, und diese Bemühung macht sich Muside. Das Problem, daß aber aus dieser Objektivisierung entsteht, ist das, daß die Geschichten schwer objektiv beurteilt werden können. Jede Geschichte hat aus einer objektiven Perspektive her eine andere Position, und darf deswegen nicht aus der Position einer anderen Geschichte aus bewertet werden. Wird die Geschichte aus der Position, einer anderen Geschichte aus bewertet, so kann diese Position nur willkürlich und subjektiv gewählt worden sein - man verliert die objektive Perspektive.
Wenn man jedoch die objektive Perspektive beihält, so wird man merken, wie Muside, das jede Geschichte durch eine eigens aufgestellte Qualität glänzt.
Ich muß auch sagen, daß die Rangliste, die ich mir bis jetzt von den Geschichten aufgestellt habe, auch eine subjektive ist. Allerdings darf ich diese Rangliste haben, weil ich dadurch ja niemanden etwas gegenüber dem anderen abspreche. Möchte sagen : der erste Platz hat nicht vielmehr davon, daß ich ihn zum Ersten ernannt habe, als der letzte Platz. Dadurch werden sie gewissermaßen gleichwertig. Die Rangliste wird also zu einer Geschmackssache.
Allerdings übersieht Muside einen wesentlichen Punkt (glaub ich) : nämlich, daß es nicht nur ein Jurymitglied gibt - sondern mehrere. Und jedes Jurymitglied versucht alle Geschichten so objektiv wie möglich zu sehen. Wenn nun 5 Jurymitglieder eine Punktebewertung von mehreren Kategorien abgeben - und der Durchschnitt dieser Kategorien, als Vergleich zu den anderen Geschichten dient - so ist eben bei 5 Jurymitgliedern ein ziemlich objektives Urteil möglich - oder nicht ? Und wenn nicht : wieso nicht ?
Ich vergegenwärtige mir eben ständig, daß es 5 sind - und nicht nur einer, die über die Geschichten urteilen. So kann einer eine Geschichte als schlecht (Note 1) empfinden - der andere die Geschichte (eine bestimmte Kategorie), als gut (Note 10) empfinden. Dadurch ergibt sich in derjenigen Kategorie ein Durchschnittswert von 5,5 - Und es gibt ja 5 Jurymitglieder, und nicht nur 2.
Nehmen wir an, es gibt 6 Kategorien - dann kann eine Geschichte zB.: 3.43 + 4.32 + 8.76 + 1.34 + 3.55 + 2.03 = 23.43 ...23.43 / 6 (6 Kategorien) = 3,905 (entgültige Wertung, wo alle Jurymitglieder und alle Kategorien einbezogen wurden).
Wahlweise muß man nicht durch die Anzahl der Kategorien dividieren. Man kann auch die Zahl "23.43" als entgültige Wertung nehmen, da da schließlich alle Kategorien zur Summe zusammengeflossen sind.
Ich will meinen, das mit einem derartigen System, ein ziemlich deutliches, und "wahrheitsentsprechendes" Urteil möglich ist. Wahrheitsentsprechend habe ich deswegen unter Anführungszeichen gesetzt, weil es von der Zahl der Jurymitglieder abhängt, wie objektiv das Urteil sein kann.
Je mehr unabhängige Jurymitglieder, desto besser. Fast wäre es also angebracht, Dutzende Mitglieder auszuwählen, die die Moo3-Seite nicht kennen (aber das Spiel Moo).
Bei Eislaufmeisterschaften ist es ähnlich. Da bewerten mehrere Länder (10 ?) nach eigenen Kriterien (dem sie verschiedene Gewichtung geben) eine Eisläuferin. Die objektive Bewertung wäre dann der Durchschnitt der Bewertungen aller Länder. Dadurch nämlich wären die Kategorien noch am objektivsten (idealsten) gewichtet - und daher auch das Urteil noch am ehesten der Wahrheit entsprechend.
Ganz so schwarz sehe ich also nicht, bei einer Urteilssuche. Natürlich wird die Standard-Message der Jury kommen : "Es war wirklich schwer, eine Entscheidung zu fällen - alle verdienen den ersten Platz..blablabla". Durch die obige Methode aber ist ein Urteil eine zwangsläufige Sache - und erfordert nicht viel Endentscheidung - sondern lediglich das Entscheiden jedes Jurymitgliedes, welche Story bei welcher Kategorie wieviel Punkte bekommt - tjo, und das Endergebnis ergibt sich dann mathematisch - da muß kein Jurymitglied ein schlechtes Gewissen haben ;-)
Liebe Grüße und "Alles Gute und Gerechte uns allen."
euer Pygmalion |
Serge |
merci, muside, fuer die erklaerung von caliban; der ursprung des begriffes war mir nicht mehr bewusst gewesen.
Zu deiner relativen kritik - imo logisch, dass ein jeder anders auf eine geschichte reagiert (Zu einem gewissen ausmass), gewisse standardelemente sollten allerdings immer beachtet werden (wurde eh schon mal in einem vorangegangenen thread behandelt) und hier gehoert auch die lesbarkeit dazu! die aeussert sich halt einmal in "grammatikalischen" und "stilistischen" elementen. \
--> kann die grundidee noch so gut sein wenn horrende syntax das lesen veruebelt dann leidet die gesamt story ... usw
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Muside |
@Serge: Caliban ist ein Anagramm von Canibal (Kannibale), das William Shakespeare in "Der Sturm" für eine einfältig böse Kreatur verwendete. Im Lauf der Zeit ist der Name beinahe mythologisiert worden - was aber nichts daran ändert, dass er nicht mythologischen Ursprungs ist - und natürlich bezieht sich Cherryh auf Shakespeare.
Der Name "Caliban" klingt in den Ohren vieler Menschen so fies, dass er ja zu einem der am häufigsten verwendeten Nicknames in Rollenspielen geworden ist. |
Muside |
Hallo allerseits. Leider muss ich dieses Post mit einer Entschuldigung einleiten:
Entschuldigt, dass ich mit den hier geäußerten Meinungen kaum einverstanden sein kann.
Damit meine ich in erster Linie die größtenteils extrem positiven Kritiken zu Calibans zweifellos hervorragenden Geschichte "Freys Gewissen". Ich sehe sie überhaupt nicht so klar auf einem der ersten Plätze. Keineswegs deshalb, weil ich sie für schlecht halten würde; sondern ganz einfach deshalb, weil keine der bisher veröffentlichten Geschichten so herausragend gewesen wäre, dass sie sich eindeutig über die anderen Geschichten erheben würde.
Es sind hier einige sehr gute Geschichten veröffentlicht worden. Jede von ihnen hatte ihre stilistischen Eigenheiten und spielte in einer eigenen, mit kreativen Details veredelten und durchdachten Welt.
Aber: Die eine Geschichte besitzt einen guten Erzähler. Die andere einen großen Detailreichtum. Eine weitere ist ein ausgedehnter Schlachtenbericht, eine psychologische Analyse, eine soziologische Analyse und so weiter. Eine ist stilistisch weit fortgeschritten, eine andere metaphorisch. Damit haben sie alle ihre Stärken auf sehr unterschiedlichen Gebieten. NUR: Keine einzige von ihnen hatte ihre Stärken so weit ausgebaut, dass sie durch ihre Dominanz auf dem einen Gebiet ihre Mängel auf den anderen Gebieten soweit ausgleichen konnte, dass diese Mängel in den Hintergrund getreten wären und sie zu einem sicheren Kandidaten auf einen der ersten Plätze machen würden. Wie es momentan aussieht, muss die Entscheidung der Jury eher einem Glücksspiel als einer begründbaren Bewertung ähneln. Ich fürchte fast, das wird eine sehr subjektive Entscheidung. Wenn wir beispielsweise Pech haben und in der Jury nur Star Wars - Fans sitzen, könnte Calibans Story viel eher gewählt werden, als Pygmalions, die wohl von Lem-Fans favorisiert werden würde.
Ich hoffe nur, dass die Jury ihre Entscheidungen auch ausführlich begründen wird. Sonst können wir die Wahl der Sieger gleich mit der Ziehung der Lottozahlen koppeln.
P.S.: Wenn man die Fehler und Ungereimtheiten in Krangs Story wegläßt, bleibt ein durchaus lesenswerter und kreativer Kern. Ich habe durchaus meinen Spaß an ihr gehabt. Calibans Geschichte ist auch meiner Meinung nach sehr gut. Einige Elemente im Asimov-Stil (Test der Frau durch den stimmenverstellenden Frey) sind sogar überdurchschnittlich gut gelungen. Aber ihr wißt ja, was ich von Bewertungsmaßstäben halte. |
Serge |
@Caliban - frage: hat dein nick irgendwas mit einem buch von C.J.Cherryh zu tun oder doch mit dem mythologischen begriff? |
Serge |
@Caliban - hehe, mal abwarten wie die letzen werden ... doch noch eine herausforderung?
Gut zu wissen, dass eine Fortsetung geplant ist, das Ende war wirklich sehr aprupt (was mich aber nicht weiter stört!!) |
Kane |
gut so, denn das Ende kam mir etwas offen vor |
Caliban |
Eigentlich ist FREYS GEWISSEN nur der Auftakt zu einer mehrteiligen Serie (vielleicht wird's ne Trilogie?)
Im Moment schreib ich am zweiten Teil...
Allerdings: unter den neun Stories, die noch nicht veröffentlicht sind, muss es doch noch eine geben, die besser als meine ist. |
Kane |
ich habe mich durch alle Geschichten durchgeackert, und die Story von Caliban gefällt mir bisher am besten.
die Story ist gut, und sie ist auch sehr spannend geschrieben, nur leider viel zu kurz.;( |
DaddyCool |
Alle die nicht mehr warten können oder wollen sollten mal unter http://www.crazy-board.de/thread.php?threadid=3607 schauen. |
Cardif |
also... Frey`s Gewissen is echt ne klasse story..
dagegen muss ich sagen, dass die andere story den einstieg recht schwer gemacht hat, neben den punkten die Serge schon angesproche hat, gibts noch einen, den ich ma konstruktiv kritisiere ;)
ich weiß, dass das nich so einfach zu realisieren ist, aber lange absätze demotivieren den leser. deswegen:
kleiner abschnitte mit mehr [enter] (auch wenn ich weiß, dass das nich einfach zu organisieren ist)
wenn du zB nen text hast der 'n reiner block is, wird das kein spass machen, weil einem die augen weh tun *g*
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weiß nich ob das hilft oder sich nur doof anhört :)
--
card |
Caliban |
@Serge: Danke für das Lob (hört man ab und zu ganz gerne) |
Serge |
Freys Gewissen - cool! danke, Caliban!
Für mich der neue Favorit :-)=
Spannung von anfang bis ende, keine ermüdenden, ewiglangen beschreibungen von irgendwelchen supertechs, intelligente dialoge, gefühl, gemetzel
Hie und da hats ein wenig holperig gewirkt - so in der mitte etwa, sonst aber echt sehr guter gesamteindruck! |
ketzer |
moin,
@Picard: sorry - ich schautete aber nur alle paar tage - und immer gab's was neu's
also noch mal: toll das es hier immer wenn ich schau wieder was neues gibt ;)
@esel-fakes: ich hab vor einigen wochen mal aus spaß nach moo3 geschaut und diverse keygen's für die beta gefunden ;)
mal sehen ob meine bestellung bei a**zon.de nicht auch nen fake wird *lol* |
Tacticus |
Hab grad ne hotseat - session MoO2 angefangen.
In der Schule, in jeder mittagspause wird weitergespielt.
Harharhar
(Allmachtsphantasien)
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Serge |
Bin ich der erste der was zu den stories sagt? huch!
nicht hauen, aber die geschichte von Krang iss echt ätzend ... tut mir leid, gefällt mir überhaupt nicht.
Erst das gute: spielt im Moo universum, sowas is immer gut :-)= raumkampf, ein unerforschtes objekt, ein geheimnis wird gelüftet und die bösen schurkis sind auch mit von der party. Soweit eigentlich alles ok
Jetzt das negative: Jede menge fehler (grammatik), und haufenweise unlogischer behauptungen machten die geschichte für mich fast unlesbar. beispiel: Tonnenweise namen von besatzungen, die dann auch noch nach einer seite bereits wechseln (also man hört nix mehr von denen);
Ich hab mal einige handlungspunkte zusammengefasst, die mir störend/unstimming erschienen; da es einige sind, empfehle ich allen, die meine vielleicht zu harte kritik nicht lesen wollen, jetzt nicht weiter zulesen und stattdessen auf ein bier zu gehen.
***************SPOILER******************************************
"Hinterhof" des menschlichen Imperiums? ganz schön viel los dafür! unbekannte Starlanes in einem system, in dem seit ??Jahren schon Patrouillenschiffe tätig sind? Vermessung des systems nicht erfolgt?
Haben die eigentlich nie erkannt, dass dort durch des "heiligtum" jede menge raumverkehr stattfindet? ich hab halt mal angenommen, dass wo ein heiligtum, da auch pilger :-)=
Dann: Schlacht - schiff kaputt. chef kommt, neues kommando fuer Daiden - seine crew isser halt los (scheint ihn aber nicht zu stören ... sinn die so unangenehm gewesen??) Und weiter ... jede menge neuer namen, aechz!
Ich gestehe, mit dem Aufbruch in richtung atmosfäre des planeten/hin um tor hab ich schon beinahe aufgeben.
Die gemetzel dann mit grendarl, die sogar aus miniwurmlöchern auftauchen (mit ihren schwertern) sind - hm ja, aeh
Und dann doch noch antaraner - obwohls anfangs geheissen hat, die menschen haben bis jetzt nur eine alienrasse getroffen - die eoladi (mit denen sie jetzt ja verbündet sind)
******************SPOILER****************************************
Abschliesend: Korrekturlesen, Rechtschreibüberprüfung und sowas in der Richtung sollten für eine veröffentlichte geschichte eigentlich standard sein.
Ich weis aber, wie schwer es ist eine geschichte zu schreiben (hab sowas auch schon gemacht) und vor allem wieviel fehler man selber macht und gar nicht als solche erkennt!! Deshalb kann ich Krang nur bitten, sich nicht von meiner recht harschen kritik entmutigen zu lassen. Meine "erste geschichte" wurde mir kurz gesagt um die ohren gehauen .. *Grins* ich hab aber nicht aufgegeben.
Also - auf ein neues? alles gute dafuer :-)= |
I3orderliner |
sehr gut geschriebene Geschichte ... Gefällt mir .
@stilgar, die kurft da schon seid ca 8Wochen rum, is n fake |
Corny |
Das ist das Kangamoo @Stilgar |
Stilgar |
Krass bei Eselfime.de gibt´s scheinbar ne Alpha von MOO3 (nicht das ich mir die Ziehen würde, ist mit ISDN eh nix) |
Picard |
@ketzer
was heißt hier alle paar tage?
Hier ist zur Zeit tatsächlich JEDEN Tag etwas neues.
9ter |
lucifer |
juhuuu 8 |
ketzer |
moin,
ich find's echt klasse, daß hier alle paar tage mal was neues zu finden ist! |
Nikioko |
Wenn ich meine Prüfungen durch habe, schau ich mir das auch mal an. Sechster. |
Darth Vader |
Alle! |
Sir Andara |
*lol* Ich glaube ich sollte doch mal die Stories lesen, welche könnt ihr mir empfehlen?
*räusper*
...vierter... |
Leberwurst |
Aber ich nicht: Dritter! |
The Silent One |
Ich bin stolz auf Dich, dass Du Dich beherrscht hast, Corny. |
Corny |
Ich werde sie gleich mal lesen.... |
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