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Iron Fall (Seite 4)

Kapitel 7

Als sie die Brücke erreicht hatten, setzte Sa sich auf den Kommandositz. Er ging alles durch, was seit Beginn seines Kälteschlafs passiert war. Ihm schien das Blut in den Adern zu gefrieren, als er eine Aufzeichnung der Schlacht sah, durch die die Station in ihre jetzige Lage gekommen war. Die feindlich Flotte pflügte durch die eher kleine Flotte der Verteidiger. Nur die gewaltige Station schien sich der Angreifer erwehren zu können. Daiden gefrohr das Blut in den Adern, als er eines der angreifenden Schiffe genauer sah. Ein Harbinger! Das gewaltige antaranische Schiff glitt majestätisch durch den Raum und feuerte aus allen Rohren. Die Station wehrte sich erfolgreich gegen die gewaltige Flotte. Plötzlich tauchten zwei Schiffe unbekannter Bauart auf. Sie waren keine antaranischen Schiffe, aber da sie von Antaranern eskortiert wurden, handelte es sich pffenbar um Alliierte. Die gewaltigen Schiffe feuerten kurz nacheinander einen gewaltigen Plasmastrahl ab, einen Sternenkonverter. Der erste ging an der Station vorbei. Daiden fragte sich wie man so ein großes Ziel verfehlen konte. Der zweite Schuss traf die Station fegte die Schilde hinweg und fraß ein tiefes Loch in die Station. Dasselbe Loch durch das die Ulysses in das Innere der Station gelangte. Danach wurde die Station mit Todesstrahlen und Ionenimpulsen bombardiert. Die Antaraner und ihre Verbündeten hörten erst auf, als die Station keinen Schuss mehr abgab und wie tot im Raum hing. Dann zogen sie sich zurück. Sa spielte eine andere Sicht ein. Das Ziel des ersten Sternenkonverters war der Planet gewesen um den die Station kreiste. Der Strahl verdampfte die Atmosphäre und den Ozean in den er einschlug. Ein Plasmasturm infernalischen Ausmasses fegte über den Planeten und zerstörte fast die Hälfte der Oberfläche. Der Strahl kam sichtbar abgeschwächt auf der anderen Seite des Planeten heraus und riss dort ein rießiges Stück der Oberfläche aus dem Planeten. Der Strahl hatte das Innere des Planeten derart erhitzt, dass überall aud dem Planeten alte und neue Vulkane ausbrachen und auch die noch weitgehend intakten Regionen des Planeten unbwewohnbar machte. Schließlich hielt der Planet seinem gewaltigen Innendruck nicht mehr Stand. Die Oberfläche zersplitterte und aus den Rissen spien Fontänen von geschmolzenem Gestein ins All. Immer mehr Trümmer wurden vom Planeten ins All geschleudert, bis nur noch der Kern übrig war, der so ungeheuer heiß war, dass er förmlich verdampfte. Nichts blieb von der einst blühende Welt zurück, bis auf Trümmer die durch die Weite der Raums schwebten. Folgendende Aufnahmen zeigten, dass die Antaraner mit dem Rest des Systems nicht anders verfuhren. Insgesamt sechs Planeten und zwanzig Monde zerstörten sie in ihrem Blutrausch. Daiden schauderte bei dem Gedanken, ob die Antaraner bei der Erde ebenso gehandelt hatten, als sie die Menschheit von dort vertrieben und ihnen nur den Planeten liessen den die Menschen jetzt ihre Heimat nannten: NeoTerra. Er sah sah an, der die Bilder die er sah kaum fassen konnte. Es war erstaunlich, dass er nicht den Verstand verlor, als er sah wie sein Volk mit einer gnadenlosigkeit und grausamkeit vernichtet wurde, die Ihresgleichen suchte. „Es tut uns leid was passiert ist. Auch wir haben unter den Antaranern gelitten.“ sagte Daiden. „Sie nennen sich jetzt NeuOrionen soweit wir wissen.“ Sa hörte ihm kaum zu. „Ich trauere um mein Volk“ sagte er nur. Er suchte nach allem was von seinem Volk übrig war. Er musste feststellen, dass es nur aus der Station bestand in der er sich befand und einer zweiten wesentlich älteren, die über zwei Sternentore erreichbar war. Und er musste feststellen dass sich auf beiden Stationen kein weiterer seiner Art fand, nur zahlreiche Grendarl befanden. „Also bin ich der letzte.“ sagte Sa tonlos. Dann wandte er sich an Daiden: „Ihr Menschen scheint ein ehrenhaftes Volk zu sein.“ Daiden hielt zwar nicht so viel von seiner Art, aber er nickte. „Darum wende ich mich mit einer großen Bitte an euch.“ Er aktivierte ein kleines Gerät, dass einen Daten träger replizierte. Daiden war wieder einmal von der Technologie erstaunt, über die Sas Leute verfügt hatten. Dann übertrug Sa einige Daten auf den Datenträger und überreichte ihn Daiden. „Dieser Datenträger ist euren nachempfunden. Er enthält einige theoretische Ansätze von Technologien, die euch weiterhelfen könnten. Ich werde euch nicht mehr Technoligien geben, das wäre nicht richtig. Außerdem findet ihr darauf alle über mein Volk. Kultur, Geschichte, Biologie, Philosophie und so weiter. Sorgt dafür, dass unser Volk nicht in vergessenheit Gerät. Und...“ Sa replizierte ein kleines Gerät mit dem er eine Probe seines Gewebes entnahm. „Vielleicht könnt ihr daraus eines Tages eine kleine Gruppe meiner Leute erschaffen.“ Daiden nickte und sagte: „Ich verspreche es.“ Sa Gesicht zeigt eine Mischung aus Sorge und Freude. „Ihr habt dem Volk der Sesah einen großen Dienst erwiesen. Das ist für dich, als Anführer.“ Er holte einen kleinen Anhänger hervor und übergab ihn Daiden. Er stellte einen Stern dar um den sieben Planeten kreisförmig angeordnet waren. „Doch jetzte geht! Es ist an der Zeit, dass ich zu meinem Volk zurückkehre. Und gedenke nicht diese Station hier zu lassen.“ Daiden verstand und wechselte einige kurze Blicke mit seinem Team. Sa verabschiedete sich mit einer Geste, bei der er eine Faust formte und auf die Stirn hielt. Die Menschen verabschiedeten sich auf die selbe Weise. Dann tarnten sie sich und rannten aus dem Raum, richtung Ulysses. Sa sah auf die Projektion der Station und wartete.

Daiden und sein Team rannten durch die Korridore der Station, fuhren mit dem Lift zu der Ebene von der sie gekommen waren. Sie rannten den Gang entlang und durch die Tür in den Aufenthaltsraum. Nacheinander gingen sie über die Brücke in die Luftschleuse. Der Druckausgleich ging mit einem scharfen Zischen vor sich. Sie eilten in den Ausrüstungsraum, wo sie ihre Anzüge und Waffen ablegten. Daiden nahm die Gegenstände die Sa ihm gegeben hatte und rannte auf die Brücke. „Bringen sie uns schleunigst hier raus!“ befahl er als er durch die Tür trat. Ohne Fragen wurden seine Befehle ausgeführt. Die Ulysses machte sich daran die Station zu verlassen. Als Daiden sich etwas beruhigt hatte, bemerkte die fragenden Blicke auf sich ruhen. Also begann er zu erzählen, was auf der Station passiert war. Der verwüstete Aufenthaltsraum, die Wachdrohne, die die Brücke bewachte, von den Grendarl die mit Freuden in einen Hoffnungslosen Kampf aufbrachen, dem Cryodeck und von Sa dem letzten der Sesah. Von den Kampf zwischen den Sesah und den Antaranern, den sie gesehen hatten, der schon über 8000 Zyklem her war. Langsam schob sich die Ulysses durch den langen Schacht den ein Sternenkonverter gebohrt hatte. Daiden schauderte bei dem Gedanken. Diesmal steuerte der Navigator das Schiff behutsamer durch die enge Öffnung in der Panzerung der Station. „Maximale Geschwindigkeit aus der Atmosphäre raus und sagen sie unserer Begleitung, dass sie das auch tun sollen!“ befahl Daiden. Er wollte nicht herausfinden wie eine explodierde Station von der größe eines Mondes aus der Nähe aussah. Die Begleitschiffe schwenkten in enger Formation ein.

Sa aktivierte den Countdown für die Selbstzerstörung sowohl seiner Station, als auch der Schwesternstation auf der anderen Seite des Sternentors. Er rezitierte eine alte Prophezeiung seines Volkes:
„Wenn die Nebel kommen und das Ende naht, gebt unser Erbe den sieben Fremden.
Gebt euch zu erkennen um unsere Macht und unser Wissen ein letzes Mal zu zeigen“
Er deaktivierte das Störfeld.
„Reißt alles nieder das jemand anderem dienen könnte.“
Die Grendarl und Eoladi schienen die Ulysses die zu ihren Begleitschiffen aufgeschlossen hatte zu bemerken und nahmen die Verfolgung auf.
„Nichts lasst stehen, dass unsere Größe zeigt, denn die sieben werden von uns künden.“
Zahlreiche Schiffe kamen aus dem Sternentor, als die Grendarl und Eoladi bemerkten, dass sich zahlreiche Schiffe im System aufhielten.
Kurz nachdem die Ulysses und ihre Begleitung die Atmosphäre verlssen hatten, lief der Countdown aus. Sa sagte noch:
„Zeigt dem Universum noch ein letztes Mal, dass der Glanz unseres Volkes immer noch heller ist als ein Stern!“
Die Reaktoren beider Stationen lösten eine Kettenreaktion aus. Die ältere Station explodierte in einem hellen BLitz und riss einige Schiffe mit in den Tod. Dann explodierte die Station in der Sa sich befand. Ein gewaltiger Blitz erleuchtete den gesamten Gasriesen dem eine Hitze folgte die den Planeten in Brand steckte. Die Amosphäre brannte und zerstörte alle Schiffe die in ihr waren. Ein Drittel der Flotte der Grendarl-Eoladie-Allianz verglühe in dem Inferno. Nur die Ulysses und ihre Begleitschiffe hatten es geschafft herauszukommen. Die Fusionsreaktion im Gasriesen hielt noch drei Tage an, bevor sie zusammenbrach. Im System sammelte sich ein guter Teil der Union-Flotte, der darauf wartete, dass sich die Starlane wieder öffnete und ein Krieg zu schlagen war.

Epilog

Daiden stand auf dem Observationsdeck und betrachte den riesigen Feuerball der vor ihm im All schwebte. Er griff in seine Tasche und betrachtete den Anhänger den Sa ihm gegeben hatte. Offenbar ein Symbol für das Heimatsystem seines Volkes. Doch für Daiden hatte es eine ganz andere Bedeutung. Sa war der Stern und Daiden und sein Team die Planeten. Eine Ironie des Schicksal, dass dieser winzige Gegenstand, das System das er darstellte überdauert hatte. Daiden blickte wieder zum neuen Stern auf und sagte: „Ruhe in Frieden.“ Als die Tür aufging lies er den Anhänger wieder in seiner Tasche verschwinden. Dr. Marrow kam herein. Er schien ganz aufgeregt zu sein. „Gute Neuigkeiten!“ sagte er erfreut. „Das Oberkommando hat befohlen die Gewebeprobe und den Datenträger nach NeoTerra zu bringen. Dort soll ein Museum für die Sesah gebaut werden.“ Daiden nickte kurz und sagte: „Gut. Schicken sie das Zeug im Shuttle hin. Wir werden hier noch gebraucht.“ Dr. Marrow nickte und ging wieder. Zufrieden beobachtete Daiden die eingetroffene Verstärkung. Fast die halbe Flotte der Union war hier versammelt. Sogar die TTN Hammerfall und die ETN Ri’scho. Die ersten Titanen der Union. Beide mit der neuesten Technologie ausgestattet und mit Gravitationsstrahlern bewaffnet. Sollen sie nur kommen dachte Daiden. Er ahnte, dass dieser Krieg der gewaltigste seit der Antaranischen Säuberung sein würde. Er fragte sich wo sein Name am Ende dieses Krieges stehen würde. Auf einen Denkmal, oder auf einem Grabstein? Er sah wie zahllose kleine Splitter der Station an seinem Schiff vorbeiflogen wie die Blätter im Herbst. Ein eiserner Herbst dachte er bitter.

Währenddessen sammelte sich auf der anderen Seite der Starlane, die Flotte der Grendarl-Eoladi-Allianz. Die Grendarl konnten den Krieg schon nicht mehr erwarten. Nicht zuletzt wegen der jüngst sprunghaft angestiegenen Rekrutierungszahlen. Da nun nicht mehr die Möglichkeit bestand auf der Station den Heldentod zu sterben, wollten viele alte Grendarl in den Krieg ziehen, da es bei den Grendarl als unehrenhaft galt, einen natürlichen Tod zu sterben. Der Imperator der Grendarl hatte geschworen nicht die Union bis zum Ende zu bekämpfen. Die Eoladi würden diesen Krieg nur aus zwei Gründen kämpfen. Erstens waren sie mit den Grendarl alliert und zweitens hatten sie zahllose Schiffe und einen Außenposten verlohren und schrieben der Union die Schuld zu.

Der Krieg war nun unvermeidlich und auf beiden Seiten wurden Kriegsvorbereitungen getroffen. Der Krieg würde nicht enden bevor eine Seite besiegt war und da keine Seite wirklich überlegen war, würde dieser Krieg viele Leben kosten und viel Leid über die vier Völker bringen, die an ihm beteiligt waren.

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