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Iron Fall (Seite 3)
Kapitel 5
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Daiden ging als erster über die Brücke. Die offene Tür kam Daiden irgenwie seltsam vor. Er bildete sich ein einen leichten roten Schimmer vor der Tür zu sehen. Als er die Hand durch die Tür streckte, leuchtete ein Energiefeld auf. Er konnte es jedoch ohne Mühe durchdringen. „Was zum Teufel ist das?“ fragte er sich selbst. Dr. Marrow trat neben ihn und fuhr ebenfalls mit der Hand durch das Feld. Dann ging er durch die Tür und stellte Untersuchungen mit seinem Handscanner an. „Die Atmosphäre ist innerhalb des Kraftfeldes völlig anders.“ sagte er schließlich verblüfft. „Es scheint sich um ein Eindämmungsfeld zu handeln, dass die künstliche Atmosphäre in der Station hält. Unsere Wissenschaftler arbeiten seit längerer Zeit an derartigen Kraftfeldern, aber von einem derartig effizientem System sind wir noch weit entfernt. Ich kann das Feld jedoch nicht genau Scannen. Das Störfeld scheint die gesamte Station zu umfassen. Bis auf chemische und optische Scanner scheint nichts zu funktionieren.“ Der Rest des Team ging durch die Tür. Der Raum in dem sie waren war recht groß. In dem Raum standen drei große Tische und Sitzgelegenheiten in die Computer eingebaut waren. „Das könnte ein Aufenthaltsraum gewesen sein.“ stellte Henk fest. „Schon möglich.“ meinte Daiden. Plötzlich bemerkte er einen schwarzen Fleck auf dem Boden. Es sah aus als wäre hier etwas verbrannt. Er winkte Dr. Marrow zu sich und fragte: „Was halten sie davon?“ – „Interessant“ sagte dieser und nahm eine Probe des Material. Er steckte die Probe in seinen Scanner und war von dem Ergebnis kaum überrascht. „Organische Rückstände, die mit dem Metall des Bodens verschmolzen sind.“ erklärte er. Hier hielt sich wohl jemand auf und als die uns unbekannte Waffe einschlug wurde er wohl durch die Abwärme verdampft. „Wie alt sind die Rückstände?“ fragte Wang.
Dr. Marrow untersuchte die Probe weiter und sagte schließlich, sichtlich unzufrieden: „Das Material ist zu schwer mitgenommen um genaue Messwerte zu erhalten. Es läßt sich nur ein großer Schätzwert festlegen. Demnach scheint die Lebensform vor 1000 bis 15000 Zyklen gestorben zu sein.“ – „Das ist ganz schön lange.“ meinte Daiden. „Lässt irgendetwas auf die Art der Lebensform deuten?“ – „Nein.“ antwortete Dr. Marrow „Es lässt sich grade noch erkennen, dass es eine kohlenstoffbasierte Lebensform war.“ Daiden nickte. „Überprüfen sie mal ob einer der Computer im Raum noch funktioniert!“ sagte er zu Dentai. „Ich nehme and die Schaltkreise werden alle komplett geschmolzen sien.“ Er überprüfte einen nach dem anderem und stellte fest, dass er recht hatte. Die Computer waren alle vollkommen unbrauchbar. „Weiter gehts!“ befahl Daiden. Sie gingen durch die Tür am anderen Ende des Raums. Dr. Marrow war sichtlich überrascht, dass die Türautomatik noch funktionierte, wenn auch nur stockend. Die Tür führte zu einem Gang. Erstaunlicherweise war in dem Gang nichts beschädigt, obwohl sich nur 30 Meter enfernt ein gewaltiger Strahl in den Rumpf gebohrt hatte. Der Gang war etwa fünf Meter breit und vier Meter hoch. Der Gang war sehr steril eingerichtet und doch strahlten die blauen Wände ein gewisse Wärme aus. Alle standen etwas unschlüssig im Gang herum und sahen sich um, bis Daiden einfach in eine Richtung losging. Da er nicht wusste wonach er suchte, sah er einfach in jeden Raum hinein. Alle Räume schienen als Aufenthaltsräume und für Freizeitaktivitäten, also gingen sie weiter. Der Gang war recht lang und sie waren erst nach zwanzig Minuten am Ende. Am Ende des Ganges befand sich ein Lift. Genau was sie gesucht hatten. Der Lift war sehr geräumig und hatte einen Computer an dem man den Zielort eingeben konnte. Daiden vertiefte sich einige Zeit in das Gerät. Er konnte die Sprache zwar nicht, aber es gab Zusätzliche Symbole, die die Bedeutung erahnenen ließen. Er suchte vor allem im Zentrum des Schiffes, da er zur Kommandozentrale wollte. Tatsächlich fand er ein Symbol eines bizarr geformten Kopfes über dem sich drei Sterne befanden. Position und Größe des Raumes legten nahe, dass es sich um die Kommandozentrale der Station handelte. Daiden gab das Ziel ein und der Lift setzte sich in bewegung. Sie fühlten jedoch nicht die geringste Beschleunigung. „Der Lift scheint über Tragheitdämpfer zu verfügen.“ sagte Dr. Marrow aufgeregt. „Interessant.“ kommentierte Daiden tonlos. Nach nur zwei Minuten hatte der Lift sein Ziel erreicht. Sie waren in einem Raum angekommend, der offenbar als Vorraum diente, vermutlich für die Kommandozentrale. Plötzlich hörte Daiden ein leises Surren. Etwas, das offenbar eine Wachdrohne war, sprang aus einer Öffnung im Boden und eröffnete sofort das Feuer. Aus seiner dreiläufigen Armwaffe schossen drei Plasmaladungen auf Takona. Er konnte sich gerade noch ducken und die Geschosse schlugen in der Wand hinter ihm ein. Daiden und Iron zückten innerhalb eines Augenblicks ihre Ionenimpulsgwehre und eröffneten das Feuer. Zwei gelbe Blitze zuckten auf das stählerne Ungetüm zu und lähmten es. Der Kopf der Konstruktion rauchte und Funken flogen. „Der ist hinüber“ meinte Henk. „Trotzdem sollten wir Vorsichtig sein!“ sagte Daiden „schalten sie die Tarung ihrer Anzüge ein.“ Alle aktivierten ihre Tarnanzüge. Sie schienen zu verschwinden bis sie nur noch schemenhaft sichbar waren. Für optische Scanner waren sie nicht auszumachen. Nur wenige Augenblicke später kam aus einer Öffnung in der Wand eine kleine Drohne, die auf die Wachdrohne zuflog und begann sie zu reparieren. „Wir sollten nicht mehr hier sein, wenn das Ding wieder aufwacht.“ sagte Daiden und ging durch die Tür, die die Wachdrohne bewacht hatte. Die Kommandozentrale war gewaltig. In der Mitte des ovalen Raumes befand sich der Stuhl des Kommandanten. Rundherum angeordnet befanden sich zahlreiche Stationen, die mit holographischen Steuerkonsolen ausgerüstet waren. Der Raum war zwar schätzungsweise 80 mal 120 Meter groß, aber dafür, dass von hier aus eine Station von der größe eines kleinen Mondes gesteuert wurde, erschien er doch irgendwie klein. Daiden setzte sich auf den Kommandositz und versuchte die Symbole zu interpretieren. Der Rest des Teams stand um den Stuhl und sah ihm zu. Daiden konnte sich in dem Sitz kaum bewegen. Er schien von einer Rasse gebaut worden zu sein, die etwas kleiner war als Menschen. Plötzlich stieß Daiden an einer der Kontrollen an. Der Kommandositz und der Boden rundherum sanken plötzlich in den Boden ein. Nach etwa hundert Metern blieb der Sessel in einem Gang stehen. Etwas geschockt sahen sich alle um. Der Gang war fünf mal fünf Meter groß und in tiefem Grün gehalten. Plötzlich hörten sie ein lautes Brüllen. An einem Ende des Ganges der etwa hundert Meter entfernt war ging die Tür auf und ein Grendarl stürmte herein. Daiden schaltete sofort die Vergrößerung des Helvisiers zu. Der Grendarl war schwer verwundet. Ihm fehlt der rechte Arm und er hatte eine schwere Verletzung am Oberkörper. In der rechten Hand hielt er ein riesiges Metallobjekt. Bei genauerem hinsehen erkannte Daiden es als Schwert. Eine raumfahrende Rasse die mit Schwertern kämpft? durchfuhr es ihn. Plötzlich ging die Tür hinter ihm erneut auf und eine Wachdrohne kam herein. Sie schoss dem Grendarl in den Rücken. Er brüllte laut auf und stürtzte, aber er rappelte sich schnell wieder auf und rannte weiter. Diese Biester sind verflucht zäh dachte er. Aber die Drohne schoss noch einmal und traf wieder in den Rücken. Das Schwert flog dem Grendarl in hohem Bogen aus der Hand und glitt über den Boden. Der Grendarl wurde von der Wucht des Schusses zu Boden gerissen und schleuderte am Boden entlang. Dann bewegte er sich nicht mehr. Die Drohne ging wieder durch die Tür. Wie gelähmt starrten alle auf den toten Grendarl, dessen Leichnam rauchte. Dr. Marrow fasste sich als Erster wieder und ging zu dem toten Saurian. Zuerst blieb er bei dem Schwert stehen, das einige Meter vor dem Grendarl lag. Nach und nach ging der Rest des Teams zu ihm. Dr. Marrow führte alle möglichen Untersuchungen durch. „Interessant. Das Material ist mir nicht bekannt und es scheint doppelt so widerstandsfähig zu sein wie Tritan.“ – „Und was sind das für Zeichen?“ fragte Henk. „Ich weiß nicht genug von denen um das zu deuten, aber ich nehme an, dass sie von ritueller Bedeutung sind.“ Dr. Marrow ging zum Leichnam des Grendarl weiter. Er sah sich die Wunden genau an. „Die Zähigkeit dieser Spezies ist beeindruckend. Jede einzelne dieser Wunden hätte einen Menschen getötet.“ Daiden sah sich den toten Grendarl genau an während Dr. Marrow ihn untersuchte. Er konnte sich gar nicht vorstellen wie das verkohlte Fleisch dieses Reptils stank, eigentlich wollte er es auch nicht. Er war froh, dass er einen Schutzanzug trug, er wollte gar nicht wissen, wie es mit de Zustand der Luft aussah. Der Grendarl schien auch eine Art Rüstung getragen zu haben, von der nur noch die Beinschützer und der übel mitgenommene Brustpanzer vorhanden waren. Dr. Marrow öffnete das Maul des Grendarl. Daiden sah weg und versuchte nicht daran zu denken was für einen bestialischen Gestank das Maul des Reptils absondern dürfte. Schließlich stand Dr. Marrow auf und verkündete: „Es handelt sich hierbei ganz offensichtlich um einen alten Grendarl. Die Zähne sind abgenutzt und man sieht auch einige ander oberflächliche Alterserscheinungen wie sie für Reptilien typisch sind. Auf dem Schwert sowie auf den Resten der Rüstung fanden sich mehrere Symbole und Pictogramme weswegen ich vermute, dass es um einen rituellen Kampf gehandelt haben könnte. Schließlich nannten sie die Station ihr Heiligtum.“ – „Heißt das, die lassen ihre Alten mit Schwertern gegen übermächtige Kampfdrohnen antreten?“ fragte Henk. „Um das genauer zu sehen, könnte es reichen durch die nächste Türe zu gehen.“ antwortete er. Daiden wechselte kurz einige Blicke mit Dr. Marrow und ging dann voraus. Dr. Marrow packte ein Trümmerstück des Brustpanzers ein. Das Material war offenbar härter und zäher als Tritan, also vermutlich auch als Schiffspanzerung gut zu gebrauchen. Als Vaiden die Tür öffnete bot sich ihm ein bizarrer Anblick. Es war ein gewaltiger Raum in dem sich ein rieseger Ring befand in dem eine Art Kraftfeld waberte. überall im Raum standen oder lagen Wachdrohnen, viele beschädigt, einige kampfunfähig. Überall wuselten kleine Reperaturdrohnen umher, die die Wachdrohnen reparierten. Außerdem war der Boden übersäät mit toten Grendarl, die von anderen kleinen Drohnen weggeräumt wurden. Daiden schaltete den Zoom zu und sah sich den Ring an. Es schien sich um eine verkleinerte Version eines Sternentors. Hinter dem wabernden Kraftfeld, das eigentlich der Ereignishorizont eines künstlichen Wurmloches war, bewegten sich große Gestalten, vermutlich Grendarl. Alles was er sah war, dass sich ein rot bekleideder Grendarl vor zahlreichen anderen Grendarl aufgebaut hatte und offenbar eine Rede hielt. Kann auch eine Zeremonie sein dachte er.
Fast eine Stunde standen er und sein Team in der Tür. Die Wachdrohnen war inzwischen repariert und der rot gekleide Grendarl und die Masse um ihn herum wurde immer aufgeregter. Plötzlich ertönte ein arg verzerrtes Geräusch, das offenbar aus dem Wurmloch kam. Daiden war überrascht, dass sich Geräusche durch ein Wurmloch übertragen konnten. Plötzlich stürtzte sich eine Masse aus Grendarl durch das Mini-Sternentor und drosch regelrecht auf die Wachdrohnen ein. Gewaltige hiebe schleuderten die Wachdrohnen durch den Raum, während diese mit ihren Plasmawaffen qualmende Löcher in Pazerung und Fleisch der Angreifer schossen. Daiden und seine Begleiter sahen dem blutigem Spektakel gefesselt zu. Daiden juckte es richtig in den Fingern in dem Gefecht mitzumischen, aber die Tatsache, dass eine derartige Aktion ebenso lebensmüde wie sinnlos war, hielt ihn davon ab. Die sieben Menschen wurden erst aus ihrer Starre gerissen, als fünf Grendarl auf die Tür zustürmten in der sie standen. Ohne lange nachzudenken rannten sie von ihnen weg. Hinter ihnen schätzungsweise drei Tonnen pure Gewalt und wieviele Drohnen den Grendarl auf den Fersen war, wollte keiner so genau wissen. Sie wollten den als Lift dienenden Kommandositz erreichen, der sie zur Brücke zurück brachte. Allerdings sah der Bordcomputer die fünf Grendarl als große Bedrohung und zog die Plattform hoch. So hatten sie keine Wahl, sie mussten weiterlaufen. Schließlich ging der Gang auch in die andere Richtung weiter. Als Daiden sich das nächste mal umdrehte waren nur noch zwei Grendarl da. Schließlich kamen sie zu einer großen Tür am Ende des Ganges. Daiden sah panisch hinter sich, aber es war nur noch ein Grendarl da und nur einen Sekundenbruchteil später bahnten sich drei Plasmakugeln einen Weg durch seinen Schädel. Der Grendarl wurde über den Boden geschleudert und der gewaltige Körper blieb nur einen Meter von Daiden entfernt liegen. „Bizarre Kultur.“ kommentierte Takona während Dentai versuchte die Tür aufzubekommen. Schließlich ging die Tür mit einen befriedigendem Zischgeräusch auf.
Kapitel 6
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Der Raum in dem sie kamen war in blaues Licht gehüllt. An den Wänden standen Cryozellen. Fasziniert untersuchte Dr. Marrow eines der Geräte während die anderen eher interessiert waren, jemanden in einer der Zellen zu finden. Allerdings waren die meisten Zellen leer und der Raum war gewaltig. Eigentlich war es kein einzelner Raum sonder mehrere verwinkelte Gänge. Takone entdeckte tatsächlich ein Wesen in einer der Zellen. Besser gesagt, was davon übrig war. Hinter dem zerbrochenen Glas der Kapsel lag ein versteinertes Skelett. Es gehörte einem offenbar humanoiden Wesen, das etwas kleiner war als Menschen. Der Schädel war oval und sehr hoch, aber recht schmal. Nicht einmal Dr. Marrow kannte ein derartiges Wesen. „Interessant.“ meinte er. „Ich habe noch nie etwas von einer derartigen Spezies gehört. Ich denke nicht das ein Mensch ihnen schon einmal begegnet ist. Es könnte sich um eines der alten Völker handeln, die während des Orion-Antares Krieges lebten. Suchen wir weiter, vielleicht finden wir noch einen lebenden!“ Das Team teilte sich auf und durchsuchten das weitläufige Cryodeck. Allerdings deaktivierten sie zuvor ihre Tarnung damit sie sich nicht aus den Augen verlohren. Es dauert über zwei Stunden bis Daiden auf eine Cryozelle fand, die aktiv zu sein schien. Auf der Scheibe hatte sich eine Eisschicht gebildet. Daiden rief euphorisch den Rest des Teams zu sich. Dentai versuchte sich am Kontrollcomputer, während Dr. Marrow die Eisschicht mit einem Multifunktionsschweißgerät vorsichtig abschmolz. Doch das war nicht wirklich sinnvoll. Das Wesen war in eine dicke Eisschicht eingehüllt, also blieb ihnen nichts übrig, als zu warten, bis Dentai das Ding aufbekam. Die Hilfssymbole die diese Rasse verwendete, half ihm jedoch dabei. Ansonsten hätten zuerst die Sprache knacken müssen. Und das hätte Tage dauern können. Plötzlich ertönte ein leises Pfeifen. Die Cryokapsel taute seinen Insassen auf. Langsam schmolz das Eis und gab ein Wesen frei, dass noch nie ein Mensch zuvor gesehen hatte. Es hatte einen humanoiden Körper und gelbe Haut. Der Schädel war relativ hoch und schmal, wie bei dem Skelett, dass sie gesehen hatte. Als der zerbrechlich aussehende Körper völlig Eisfrei war, öffnete das Wesen schlagartig die Augen. Es war schockartig wiederbelebt worden. Es blinzelte mit seinen grüngelben Augen. Anscheinend sah er nicht besonders klar. Der Cryoschlaf schien einige Nebenwirkungen zu haben. Langsam schien das Wesen die Menschen wahrzunehmen. Allerdings schien es nicht zu erkennen, dass es sich nicht um seine Leute handelte. Langsam ging die Glastür der Zelle auf. Das Wesen rieb sich die Augen um klarer sehen zu können. Als es wieder aufsah, traute es seinen Augen nicht. Es war leicht zu erkennen, dass es nicht wusste was es tun sollte. Es war gerade für lange Zeit im Kälteschlaf gewesen und stand nun sieben schwerbewaffneten Wesen gegenüber die es nicht kannte. Nachdem es einige Zeit auf die Menschen gestarrt hatte, öffnete es zögert seinen Mund und fragte: „Riuh’sch Sunu Venishi?“ Es sah sich um „Vari sunu re Antaschri’ke?“ Daiden sagte: „Wir grüßen sie im Namen der Union. Wir verstehen sie leider nicht.“ Das Wesen reagierte jedoch nicht. Daiden versuchte möglichst ahnungslos auszusehen und wartetete ab was das Wesen tat. Offensichtlich etwas verwirrt kletterte das Wesen aus der Zelle und öffnete eine Lade unterhalb. Er holte eine Robe heraus die vermutlich aus Kunstfasern bestand, sonst würde sie wohl nur noch aus Staub bestehen. Außerdem holte er einen kleinen Metallischen Anstecker heraus, den er sich an den Kragen heftete. Er hielt es ganz offensichtlich für keine gute Idee die Waffe die in der Lade lag an sich zu nehmen. Schließslich sagte das Wesen wieder etwas, doch der kleine Anstecker schien seine Stimme zu überlagern: „Kr’fhrea Hatkea gunu?“ Daiden glaubte die Sprache zu erkennen. Es schien sich um Antaranisch zu handeln. Allerdings war Antaranisch eine Sprache die erstens nicht leicht zu übersetzen war, zweitens waren im terranischen Raum nur einige Worte bekannt und drittens war dieses Antaranisch wohl kaum auf dem neuesten Stand. Sein itegrierter Kommunikator übersetze: „nein erkennen stehende“ Daiden, dachte das Wesen meinte, dass es sie nicht erkennen konnte, was eigentlich zu erwarten war. Er erwiederte: „Wir sind Menschen. Wir erkennen euch auch nicht und haben probleme Antaranisch zu übersezten.“ Der Kommunikator übersetzte so gut er konnte und das Wesen brauchte ganz offensichtlich einige Zeit um sich darauf einen Reim zu machen. Das Wesen sagte wieder etwas und der Kommunikator übersetzte: „Sprecher zusammen Gerät.“ Er könnte meinen, wir sollen unsere Kommunikatoren zusammenschließen dachte Dr. Marrow. Er gab dem Wesen einen Multifunktionsgerät, dass einen Sprachcomputer enthielt. Das Wesen nahm den seinen Anstecker an und heftete ihn ans Gerät. Es war deutlich zu hören, dass beide Geräte auf Hochtouren liefen und Daten austauschten. Als der Austausch offenbar beendet war, steckte es sich seinen Kommunikatoran wieder an, gab das Multifunktionsgerät zurück und fragte: „Wer seid ihr?“ – „Wir sind von Militär der Union und gehören zum Volk der Menschen.“ antwortete Daiden. Dann stellte er sich und sein Team vor. „Interresant.“ sagte das Wesen. „Von euch habe ich noch nie gehört. Wie dem auch sei, mein Name ist Sa. Was wollt ihr auf dieser Station und wie seit ihr hereingekommen?“ Daiden erzählte: „Wir wollten in diesem System einen Ausenposten gründen, aber wir wurden von zwei uns unbekannten Spezies angegriffen...“ – „Warum habt ihr versucht in unserem System einen Außenposten zu gründen?“ unterbrach Sa ihn. „Wir haben in diesem System keine bewohnten Welten oder Raumstationen entdeck. Wir nahmen an es ist unbewohnt.“ sagte Daiden. „Es gab hier nur einen Gasgiganten und jede Menge Staub und Felsen.“ Sa erbleichte und fragte: „Diese Station kreist um eine bewohnte Welt, um Preskon, die Heimatwelt meines Volkes. Ein blauer Planet mit drei ozeanischen Monden.“ Daiden überlegte kurz was er sagen sollte, kam aber zu dem Schluss, dass es keinen Weg gab, jemanden schonend zu erzählen, dass sein Heimatsystem ein Trümmerhaufen war und von seinem Volk nicht mehr viel übrig war, vermutlich nur er und diese Station. Also sagte er: „Diese Station befindet sich in einem Gasriesen und wird von zwei Spezies als Heligtum angesehen. Die Station weist einschläge von schweren Waffen auf, darunter ein gewaltiges Loch, durch das wir unser Schiffe tief in die Station bringen konnten.“ Sa sah verzweifelt aus und ahnte, dass von seinem Volk so gut wie nichts mehr übrig war. Als er sich einigermaßen von dem Schock erholt hatte fragte er: „Wie lang war ich da drin?“ und deutete auf die Cryokammer. „Wir wissen es nicht genau.“ antwortete Dr. Marrow „aber es sind mindestens 1000 Zyklen gewesen.“ Völlig fassunglos wankte Sa zu einem Terminal und versuchte es selbst herauszufinden. „8327 Zyklen“ sagte Sa schließlich. Er versank für fast eine Stunde in sich selbst. Dann richtete er sich sprungartig auf und sagte: „Wir müssen zur Brücke.“ Er ging zielstrebig los und es schien ihn nicht zu kümmern, dass die sieben Wesen die ihm folgten zu einer Spezies gehörten die er nicht kannte und außerdem schwer bewaffnet waren.
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