IRC Chat join us:
irc.quakenet.org
#moo3planet

Freys Gewissen von Caliban

Erstes Kapitel des Darlokkrieges

Admiral Frey betrachtete die bläulich glänzende Sonne des Trilar-Systems durch das Fenster des Konferenzraums. Hinter ihm deutete ein Zischen an, dass die Tür sich öffnete.
„Commander?“ grüßte Frey, ohne sich umzudrehen. Das Bild Commander Partons hatte sich in der Fensterscheibe gespiegelt, so brauchte er ihr nicht in die Augen zu sehen.
Die junge Frau trat an seine Seite. „Admiral, wir haben unsere... Arbeit hier erledigt. Wir sollten...“
Frey unterbrach sie: „Ich weiß, Commander. Ich bin gleich soweit, gehen sie voraus auf die Brücke.“
„Sir, warum machen sie sich deswegen“, Parton deutete aus dem Fenster, „ein schlechtes Gewissen? Wir haben diesen Krieg nicht begonnen.“
Frey hätte am liebsten gesagt: „Es gibt eine Grenze“ oder „Das hat nichts mehr mit Krieg zu tun“. Statt dessen meinte er nur: „Ich komme gleich nach.“
Parton schüttelte den Kopf und verließ den Raum ohne noch einmal etwas zu sagen. Der Admiral wandte seinen Blick wieder der Sonne zu. Ihr Blau erschien leicht getrübt, als strahle der Stern hinter einem galaktischen Vorhang aus Staub. Frey wusste es besser: Zwischen der Prometheus, seinem Schiff, und der Sonne schwebten die Überreste von zehn Milliarden Trilarianern, verdampft, zerrissen und verschmolzen mit den pulverisierten Resten ihres Heimatplaneten. Dort draußen, vor dieser Fensterscheibe, war ein gigantischer Friedhof.
Und der Rest der zivilisierten Galaxis würde bald davon erfahren.
Frey wandte sich ab, atmete tief durch, zog seine schwarze Uniform zurecht und begab sich auf den Weg zur Brücke.

Die Nachrichtensprecherin drehte ihre Datenlinse zwischen den Fingern. Die winzige, gewölbte Kristallscheibe würde ihr mit Beginn der Sendung die Nachrichtentexte direkt auf die Netzhaut projizieren. Das Problem war nur, diesen Monitor irgendwie an ihrem Auge anzubringen. Die Ärzte hatten ihr angeboten, die Linse direkt in ihr Auge zu implantieren, aber das hatte sie abgelehnt. In ihrem Körper waren schon genügend Fremdkörper, der Ausweischip, der Krankheitssensor und Milliarden medizinischer Nanoroboter in ihrem Blut. Eine Kristallscheibe hatte ihr da gerade noch gefehlt.
Also legte sie den Kopf in den Nacken, balancierte die Linse auf der Spitze ihres Zeigefingers, wartete eine Sekunde und drückte den Kristall mit einer schnellen Bewegung auf ihr aufgerissenes linkes Auge. Obwohl sie das schon tausendmal gemacht hatte, war das Gefühl, wie sich das Scheibchen an ihr Auge heftete, noch immer höchst unangenehm.
Die Sprecherin schloß die Augen, rieb sie ein wenig, und der Druck auf ihre Augenlinse ließ leicht nach, als sich der Kristall dynamisch der Wölbung anpasste.
Sie öffnete die Augen wieder. In ihrem Blick erschien das Wort „Standby“, dann „Sendebeginn in dreißig Sekunden“. Sie rückte ihre Bluse zurecht, prüfte ihre Frisur und ihr Make-up in der spiegelnden Marmoroberfläche ihres Schreibtisches, fand, dass alles perfekt saß, und wandte ihr Gesicht der Robokamera zu.
Fünf...
Vier...
Drei...
Die Lichter in dem Studio wurden heller.
Zwei...
An der Kamera leuchtete ein gelbes Licht auf.
Eins...
Das Licht wurde grün.
„Guten Abend. Es ist sechs Uhr Terranischer Standardzeit, hier sind die neusten Nachrichten aus ihrer Galaxis. Der Planetare Rat hat heute entschieden...“
Belanglosigkeiten, Politik; obwohl jeder wusste, dass die Erde längst von einem diktatorischen System beherrscht wurde, gab man sich immer noch den Anschein, jeden Erlass als Entscheidung des Planetaren Rates darzustellen. Dann kamen Sport, Wissenschaft und schließlich:
„Ah, ich sehe, es gibt Neuigkeiten aus dem Krieg gegen Trilar. Die Terranische Flotte meldet einen glorreichen Sieg und gibt bekannt, dass... die...“ Die Miene der Sprecherin wandelte sich, sie riß die Augen auf, ihre Kinnlade klappte leicht herunter. „Oh mein Gott“, hauchte sie. Die Datenlinse fiel zu Boden.

Den Innenraum des Thronsaals als „Kathedrale“ zu bezeichnen, war gewiss nicht untertrieben. Dreißig Meter hohe Wände und eine Gesamtlänge von über hundert Metern ließen jeden Besucher, den Imperator Godworth III. hier zu einer Audienz empfing, vor Ehrfurcht erstarren. Den Raum flankierten Säulen aus Iridium, einem der seltensten Gesteine des Universums. Zwischen diesen Säulen lagen auf Podesten Artefakte aus allen Teilen der Galaxis.
Obwohl Großadmiral M’Banga den Weg zum Thron seines Herrschers schon hundertmal gegangen war, ließ ihn die Faszination dieser bizarren Sammlung nicht los.
Ein Darlok-Stein, der imstande war, selbständig seine Form zu ändern.
Das präparierte Skelett eines furchteinflößenden Antaraners, der aus den Trümmern eines Angriffsschiffs geborgen worden war.
Eine handtellergroße Kristallkugel, in der ein erbsengroßer Lichtpunkt strahlte.
„Ah, Großadmiral“, durchschnitt die Stimme des Imperators die Stille. In seiner schwarzen Uniform saß er fast unsichtbar in seinem schwarzen Thron, wirkte alt und gebrechlich. Doch niemand wusste genau, wie alt Godworth eigentlich war, ausgenommen womöglich die Mitglieder seines Ärztestabes.
M’Banga ertappte sich dabei, wie er, anstatt direkt zum Imperator zu gehen, kurz bewundernd vor einem Artefakt stehen geblieben war. Als er die Stimme des alten Mannes hörte, zuckte er zusammen.
„Der Fusionskristall, nicht wahr, Großadmiral?“ Godworth erhob sich aus seinem Thron, trotz seiner gebrechlichen Gestalt war er größer als M’Banga und ging erstaunlich schnell. Er nahm die Kristallkugel mit dem Lichtpunkt von ihrem Sockel und hielt sie dem Großadmiral vor die glänzenden Augen. „Ja, Faszinierend. Dieser kleine, schillernde Punkt ist eine Miniatursonne, fünftausend Jahre Kernfusion, eingesperrt in diesem kleinen Kristall. Unsere Archäologen haben ihn vor zwei Wochen auf Orion ausgegraben.“
M’Banga streckt seine Hand aus. „Darf ich ihn...“
Godworth legte die Kugel wieder auf den Sockel, wandte sich ab und ging kommentarlos zurück zu seinem Thron. Noch mit dem Rücken zu M’Banga fragte er: „Bringen Sie mir gute Neuigkeiten?“
Der Großadmiral zwang sich, den Blick von der Kristallkugel abzuwenden. „Äh, ja, ja, in der Tat, euer Majestät. Die Prometheus hat ihre Mission erfüllt.“
Godworth setzte sich und sah dem dunkelhäutigen Mann nun wieder direkt in die Augen. „Trilar? Gut. Nach dem Verlust ihrer Heimatwelt erwarte ich nicht, dass die Trilarianer noch nennenswerten Widerstand leisten werden.“
„In der Tat, die restlichen trilarianischen Kolonien haben vor zehn Minuten bedingungslos kapituliert Es gibt da allerdings noch in kleines Ärgernis...“ Der Großadmiral zögerte.
Die Stimme Godworths gewann einen schärferen Ton: „Drücken sie sich klar aus, M’Banga.“
„Nun ja, unser Agent an Bord der Prometheus berichtet, dass Admiral Frey nicht völlig mit unserem Vorgehen einverstanden ist. Er hat gezögert, den Feuerbefehl für den Stellarkonverter zu geben.“
„Admiral Frey... Nun ja, er ist ein fähiger Anführer und großartiger Taktiker. Es wäre schade, ihn zu verlieren. Halten Sie mich auf dem Laufenden, Großadmiral.“
M’Banga verbeugte sich. „Jawohl, euer Majestät.“
„Und jetzt gehen Sie, ich habe eine kleine... Besprechung mit dem Botschafter der Sakkra.“
M’Banga verbeugte sich erneut und verließ den Raum, jedoch nicht ohne noch einen letzten Blick auf den Fusionskristall zu werfen.
Irgendwo huschte eine Gestalt im roten Kapuzenumhang durch die Schatten der Säulen.

„Austritt aus dem Hyperraum.“
Admiral Frey lehnte sich in seinem Sessel zurück. „Danke, Fähnrich. Bringen Sie uns zu unserem Treffpunkt mit der Flotte.“
Die Prometheus änderte den Kurs in Richtung Charon Vier, wo die Terranischen Streitkräfte seit Eineinhalb Tagen auf die Rückkehr Freys warteten. Auf dem Weg zu dem Planeten passierte die Prometheus die Wracks mehrerer trilarianischer und irdischer Schiffe, Überreste der größten Raumschlacht in der Geschichte der Erde. Während das Imperium hier den letzten Widerstand der trilarianischen Flotte gebrochen hatte, hatte sich die Prometheus alleine auf die Reise nach Trilar gemacht.
Und das Ergebnis dieser Reise war Frey nur allzu bekannt.
Auf dem Bildschirm an der Frontseite der Kommandobrücke erschien das Bild eines Gasriesen, auf dem die Trilarianer einst einen Außenposten unterhalten hatten. Je näher die Prometheus dem Giganten kam, desto deutlicher waren winzige Lichter in dessen Orbit zu erkennen: die Positionslichter der Flotte.
„Wir werden gerufen, Admiral.“
Frey gab ein Handzeichen, wortlos.
Auf dem Bildschirm erschien ein grauhaariger Mann mit ebenso grauem Bart. „Admiral Frey, Sir“, grüßte er freudig, „ein großartiger Sieg! Ich beglückwünsche Sie als den Mann, der diesen Krieg beendet hat.“
Frey biß die Zähne zusammen und rang sich ein Lächeln ab. „Danke, Captain Pierce.“
„Oh, wir haben uns die Freiheit genommen, einen kleinen Empfang zu ihrer Rückkehr vorzubereiten, heute abend um zehn Uhr Standardzeit auf der Pasteur.“
„Ich werde kommen, danke Captain. Frey Ende.“ Das Bild des Grauhaarigen verschwand. Frey erhob sich aus seinem Sessel und wandte sich an Commander Parton, die neben ihm saß: „Kümmern Sie sich um die Brücke, ich bin in meinem Quartier. Um zehn Uhr erwarte ich Sie und die restlichen Offiziere des Stabes im Shuttlehangar. In Galauniform.“
Mit diesen Worten verließ der Admiral die Brücke. Er sah nicht, dass Parton ihm nachblickte.

Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer: Admiral Frey, Befehlshaber der Zweiten Terranischen Flotte, hatte den endgültigen Sieg über die Trilarianer gebracht, indem er in einem riskanten Alleingang deren schwer bewachte Heimatwelt vernichten konnte. Nach der offiziellen Version war Frey ein Kriegsheld, einer der größten in der Geschichte der Erde, vergleichbar mit General Peterson, der vor zwanzig Jahren den siegreichen Bodenangriff auf Atair befehligt und so mit einem Schlag das Alkarische Reich zerschlagen hatte.
„Doch nicht immer entspricht die offizielle Version einer Nachricht auch der öffentlichen Meinung, euer Majestät“, berichtete die Beraterin. „Es gibt hier und da kritische Stimmen, die von... nun ja, Massenmord und Kriegsverbrechen sprechen.“
Godworth winkte ab. „Dann korrigieren Sie die öffentliche Meinung. Das haben wir auch früher schon getan.“
Die Beraterin wischte sich etwas Schweiß von der Stirn. „Das würde ich gerne, aber es ist nicht einfach, zehn Milliarden Tote... positiv darzustellen.“
„Lassen Sie sich etwas einfallen. Sagen Sie, es sei ein notwendiger Schritt gewesen, um weiteres Blutvergießen zu verhindern. Ein Schlag gegen unsere verschworenen Feinde. Ein Beweis der Überlegenheit der Erde. Erklären Sie diesen Tag zum Feiertag, rufen Sie Feste aus.“ Godworth wirkte ärgerlich.
„Ich werde mein Bestes tun.“ Die Beraterin verbeugte sich.
Der Imperator nickte.

Admiral Frey und sein Offiziersstab warteten an Bord des Shuttles, bis sich die Hangartore der Pasteur geschlossen hatten und frischer Sauerstoff die Halle flutete. Dann senkte sich die Laderampe des Shuttles und die Offiziere traten hinaus. Im gleichen Moment betrat Captain Pierce in der weißen Galauniform der Zweiten Flotte den Hangar. Der grauhaarige Captain ging freudig auf Frey zu und reichte ihm die Hand. „Herzlich willkommen, Admiral.“
„Captain Pierce“, grüßte der Admiral. „Darf ich Sie mit meinen Offizieren bekannt machen...“
Nachdem er auch Freys Stab begrüßt hatte, bat Pierce sie, ihm zur Lounge zu folgen.
Auf dem Weg dorthin ging Frey neben seinem Schiffsarzt, Doktor Wang. „Die Pasteur ist eine Lazarettfregatte“, sagte Wang. „Ich sehe hier aber keine Kranken.“
„Vielleicht wurde das Schiff geräumt, um mir den Anblick der Kriegsopfer zu ersparen. Verstümmelte passen nicht zum Ablauf einer Siegesfeier, richtig?“
Wang antwortete nicht.
An der Lounge angekommen, bedeutete Pierce dem Admiral und seinen Begleitern kurz zu warten und ging alleine voraus. Eine halbe Minute später öffnete sich die Tür wieder und Pierce winkte Frey und dessen Begleiter hinein.
Frey betrat als erster den Raum. Und wurde begrüßt mit einem vielstimmigen „Er lebe hoch!“ Der Admiral blickt in die begeisterten Gesichter von zweihundert Offizieren der Flotte. Kühl lächelnd nahm er ihre Glückwünsche entgegen, schüttelte Hände, stand im Mittelpunkt. Jemand drückte ihm ein Glas Sekt in die Hand.
„Ich nehme an, sie haben eine Rede vorbereitet“, raunte Captain Pierce hinter Freys Rücken.
Frey schüttelte leicht den Kopf. „Es erschien mir nicht angemessen“, murmelte er.
„Nun ja, es wird auch so gehen.“ Pierce trat zu einem Rednerpult, stellte sich dahinter und rief: „Der Admiral möchte nun einige Worte zu Ihnen sprechen...“
Frey starrte ihn boshaft an.
„...doch zunächst haben wir eine Kleinigkeit für Sie vorbereitet.“ Pierce winkte seinem Ersten Offizier, der an der Tür stand und auf das Zeichen die Lichter dämmte. Pierce selbst betätigt in dem Halbdunkel einen Schalter und kleine, helle Punkte begannen durch den Raum zu wandern. Sterne, ein Hologramm.
„Wir haben die Prometheus gebeten, uns eine Kopie ihrer Sensoraufzeichnungen zu übermitteln. Unsere Ingenieure haben bis vor zehn Minuten gearbeitet, um Ihnen allen den glänzenden Sieg unseres Admirals so realistisch vor Augen führen zu können.“
Im Raum, direkt gegenüber Admiral Freys erschien das durchsichtige, silbern glänzende Abbild der Prometheus, es schwebte zwischen den Gästen wie ein Gespenst. Dann wurde es kleiner, schrumpfte zu einem winzigen grauen Punkt, als die Perspektive wechselte. Genau da, wo Frey stand, erschien der Planet Trilar, eine schön Welt, tiefblau, die Oberfläche bedeckt von einem riesigen, fast lückenlosen Ozean. Langsam rotierte die holographische Welt, die Sonne Trilars ließ die der Prometheus abgewandte Hemisphäre in einem hellen, reinen Blau erstrahlen.
Frey trat beiseite, betrachtete das Abbild des Planeten, den er zerstört hatte. In einer niedrigen Umlaufbahn um Trilar schwebte ein kleiner, metallisch glänzender Kegel: Eine Sternenfestung, schwer bewaffnet und eine ernsthafte Bedrohung für jeden Angreifer.
„Nun“, rief Captain Pierce, „sehen Sie, wozu der Stellar-Konverter in der Lage ist.“
Kaum hatte der Captain diese Worte ausgesprochen, kam Bewegung in das Hologramm, winzige orangefarbene Lichtblitze zuckten von der Sternenfestung in Richtung der Prometheus. „Plasmakanonen“, flüsterte jemand. Die Blitze rasten auf die Prometheus zu, einige schlugen ein und verschwanden. Frey wusste, dass sein Schiff weit genug vom Planeten entfernt gewesen war, um dem Angriff auszuweichen, die wenigen Plasmaladungen, die doch trafen, konnte die dicke Frontpanzerung verschmerzen. Die Sternenfestung war keine Gefahr, die Trilarianer waren ausgeliefert.
Für zwei, drei Sekunden geschah überhaupt nichts, nur der Planet drehte sich ruhig weiter. Dann, plötzlich, schoß ein gleißend gelber Strahl von der Prometheus in Richtung Sternenfestung. Binnen Millisekunden, so schnell, dass es ein menschliches Auge überhaupt nicht erfassen konnte, versagten die Schilde der Raumstation, ihr metallener Rumpf verglühte und verdampfte.
In diesem Moment mussten Milliarden Trilarianer erkannt haben, dass ihnen keine Überlebenschance blieb. Frey erinnerte sich, dass ihm ein Fähnrich zugerufen hatte, es gebe Versuche, mit der Prometheus Kontakt aufzunehmen, die Trilarianer wollten sich ergeben. Der Admiral hatte darüber nachgedacht, die Kapitulation zu akzeptieren und die Trilarianer zu verschonen.
Frey gab trotzdem den Feuerbefehl. Er hatte die Feuerkraft des Konverters bei weitem unterschätzt, war von seinen Ingenieuren nur unzureichend informiert worden. Er ließ die Waffe auf eine kleine Stadt im größtenteils unbewohnten Meer der südlichen Halbkugel richten. Er hoffte, dass dadurch höchstens die Stadt und ihr näheres Umland vernichtet würden, etwa zwanzigtausend Todesopfer, schlimm, doch erträglich.
Das Hologramm führte dem Admiral die grauenvolle Realität vor Augen: Ein weiterer Energiestrahl schoß in Richtung des Planeten, noch heller und noch tödlicher diesmal. Kurz flackerte der planetare Schild Trilars auf, er war eigentlich dazu gedacht, orbitale Bombardements zu verhindern und mit der Gewalt des Stellar-Konverters schlichtweg überfordert.
Der Energiestrahl fraß sich in die Oberfläche des Planeten, ließ dort, wo er auftraf, die Meere verdampfen. Die dunkle Nachtseite Trilars war plötzlich in gelbes Licht getaucht, rotglühende Risse zogen sich über die Oberfläche. Frey schloss die Augen.
Die anderen sahen, wie Trilar begann, auseinander zu brechen, der Planet verwandelte sich in einen feuerroten Glutball, in diesem Augenblick mussten bereits alle seine Bewohner tot gewesen sein. Langsam begannen sich glühende Gesteinsbrocken aus der Oberfläche des Planeten zu lösen, Lavafontänen schossen dort, wo der Strahl des Stellar-Konverters noch immer auf die Oberfläche traf, in den Weltraum.

Seite 1
Seite 2
Seite 3
Seite 4
Seite 5



Impressum  |  Datenschutz

© 1999-2026 Spieleflut Network (RIP), Vervielfältigung jeglicher Inhalte ohne Genehmigung ist untersagt. moo3planet.de und andere geschützte Namen gehören den rechtlichen Inhabern.
Für Inhalte von gelinkten Seiten sind wir nicht verantwortlich. Und hier noch die Quicksilver Disclaimer: Concepx art, screen shots, game graphics and other assets are provided courtesy of Quicksilver Software, Inc. and are used by permission. Copyright (c) 2001 Quicksilver Software, Inc. All rights reserved. Master of Orion is a registered trademark of Infogrames Entertainment S.A. Neither Quicksilver nor Infogrames Entertainment S.A. have reviewed or recommended any other content on this site.
PHP by G. Lorenz