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#moo3planet

Die Legende von Jan

Alles begann mit der Schlacht um Kulanor, im Jahre 3498 der Erdzeitrechung. Diese Schlacht überstieg restlos alles, was man sich vorstellen konnte. Nicht einmal in den Geschichtsbüchern aller Spezies und allen Völkern wurde etwas derartiges beschrieben. Dieser Krieg zwischen den Menschen und den Silicoiden , einer Kristalinen Lebensform, war der Schlimmste, der je in der ganzen Galaxie stattgefunden hatte. Die Zahl der Opfer nach dem Kampf schien unzählbar und doch gab es eine wage Vermutung: 701 Mio. auf Menschenseite und ca. 11 Mio. Silicioden.
Dieser einzige Kampf gegen die Silicoiden hatte das Imperium bis auf das letzte zermürbt und alles nur aus zwei Gründen : Unsere Leichtsinnigkeit und der überall herrschende Hochmut - bis zu dem Tag, als die Flotte der Silicoiden in unser Munak - System, im wichtigsten System im Imperium eindrang. Wir „wussten“ natürlich, dass diese , nur aus 346 Kriegsschiffen bestehende Flotte der Silicoiden, uns keine großen Probleme bereiten würde, so mal sie nur mit Phasor, einigen Atomraketen und Breitband-Störsender, bestückt waren, ganz zu schweigen von ihren Schutzschilden. Wir machten uns sogar lustig darüber! Ob Krieg, oder Frieden mit den Silicoiden hatte uns nie wirklich interessiert, da man aus dem Silicoiden-Reich keinen Profit schlagen konnte. Man konnte überhaupt nur sehr schwer mit ihnen Verhandeln, deshalb ließen wir sie in Ruhe, bis auf wenige kleinerer Zwischenfälle. Ein zweiter Grund war, dass wir der Annahmen waren, dass diese blutdürstigen, gefühllosen Bastarde nicht die stärke hatten, dem Imperium ernsthaft zu schaden. Doch dieser Vorstellung sollte uns zum Verhängnis werden.

Ich saß gerade in einer Besprechung im Nachbarsystem, darunter auch ein Hohes Mitglied des Rats, als uns die Meldung überreicht wurde, das die Flotte der Silicoiden sich langsam in Bewegung setzte, Richtung Kulanor. Natürlich waren schon einige unserer Schiffe, es waren 150 der Schiffsklasse Titan, ausgestattet mit den neuesten Technologien unserer Forschung, im Munak - System postiert. Ich wurde ebenfalls dort hinbeordert um die dortige Flotte mit weiteren 80 Todessternen, die unter meinem Kommando standen, zu unterstützen. Es würde nicht lange dauern, bis wir dort wären, um sie dann aus dem Hinterhalt zusätzlich zu eliminieren. Trotzdem beeilten wir uns und machten uns gleich auf den Weg, da das Imperium so wenig wie möglich Verluste erleiden wollte, denn es gab mit machen anderen, weitaus gefährlicheren Rassen Probleme, - dachten wir. Innerhalb von 20 Stunden müssten wir angelangt sein, was auch der Fall war.
Geradezu lächerlich sahen ihre Schiffe aus. Wie kleine, xonaxialische Junge im Larvenstadium, eigentlich untypisch für eine solche Rasse wie die Silicoiden. Außerdem ohne großen Ressourcenaufwand gebaute Schiffe, die trotzdem keine schlechte Stabilität besaßen. Woher sie diese Technologie bekommen hatten, war unseren Spionen nicht bekannt.
Auf jeden Fall waren sie, dem Ergebnissen unserer Scanner nach, mehr oder weniger eine leichte Beute für unsere vereinten Flotten und zum Entern sichtlich ungeeignet, - der Mühe und Verluste nicht Wert. Ich persönlich sah diesen Einsatz mehr als eine Art Training für die Flotte an.
Was man noch dazu sagen sollte ist, dass dieses unnatürliche Verhalten der Silicioden das Imperium am Anfang interessiert hatte, dieses „Interesse“ sich mit der Zeit aber abschwächte, da die Spione keinerlei beunruhigende Nachrichten übermittelten. Außerdem wurden mehr Spione für die Innere Sicherheit eingesetzt, da diverse Spezies eine „etwas zu lange Nase“ besaßen.
Die Nachricht, das die 346 Schiffe nach mehreren Stunden des Wartens zum Angriff übergegangen waren, versetzte uns dennoch in höchste Alarmbereitschaft und die mir zugeteilte Flotte flog in den Hinterhalt und vernichtete ein Schiff nach dem Anderen. Es war wirklich kein Problem für die mit Plasmabänken ausgestattete Titanen und den Disruptoren unserer Todessterne. Natürlich erlitten wir auch Verluste, aber in maximal 48 Stunden hätten wir Kulanor verteidigt und gesichert gehabt. Und trotzdem kam es mir zu einfach vor. Irgendwas war faul an der ganzen Geschichte.

Nur eine Stunde später, wir waren noch mitten im Kampf, schlugen unser Langstrecken- sensoren Alarm. Als ich mir die Sache genauer ansah, wusste ich, dass dieser Kampf sehr viel schwieriger und sehr viel länger andauern würde. 524 weitere dieser hässlichen Schiffe würden in weniger als 8 Stunden eintreffen. Mit einem Schlag wurde aus „Übung“ Ernst.
Dies war auch der Anlass dafür, dass ich eine Transmission an die Imperiale Streitmacht und dem Imperium selbst schickte, um Verstärkung zu fordern. Hätte ich das nicht gemacht, wäre alles verloren gewesen. Denn was dann kam, überstieg damals jeglicher Vorstellungskraft!

Die Transmission erreichte den damals kürzlich gewählten Imperator Tolrag , der nach der Schlacht spurlos verschwand, kein Wunder, denn dieser Narr verstand den ernst der Lage nicht !
Wir sollten mit dem auskommen, was in der Nähe an Kriegsschiffen vorhanden war. Doch die Verluste würden zu hoch werden, um uns dann noch um andere, machtbesessene Neider, wie die Evon , zur Wehr zu setzten! Sie würden über uns herfallen wie ein Schwarm wild gewordene sebarischer Lek´sar, diese Schwarzen Teufel! Die Transmission an die Imperiale Streitmacht hatte aber unglücklicherweise seine Wirkung verfehlt. Nur ein Mann verstand die Situation, ein alter Freund namens Kanoel, der sich sofort mit seiner Flotte von mehr als 100 Todessternen ins Munak-System begab, wider dem Willen des Imperators. Es gab nur ein Problem: Wie konnte die Flotte in 8 Stunden hier angelangt sein, wenn sie 160 Stunden entfernt war? Auch mit den modernsten Antriebssystemen des Imperiums wäre es unmöglich gewesen. Glücklicherweise hatte Kanoel eine Idee, die er sofort in die Tat umsetzte. In der Nähe des Sonnensystems, in dem seine Flotte war, befand sich ein Wurmloch in einem Nebel, von dessen Existenz anscheinend nur er wusste. Dieses Wurmloch Verzweigte sich in 3 verschiedene Arme, wie er mir später erzählt hatte. Ein Ausgang führt in die Nähe eines Schwarzen Lochs, mit dem seine Flotte keine Probleme bekommen würde, 0,3 Parsec vom Munak - System entfernt. Damit wäre er innerhalb von 10 Stunden mit unserer Armada vereint.
Nach 8 Stunden kamen sie dann. Weitere 524 Schiffe. Doch diese Schiffe waren anders! Unsere Scanner entdeckten Technologien, die bis zu diesem Zeitpunkt vollkommen unbekannt gewesen waren. Waffen, die erheblichen Schaden an Rumpf und Spezialsystemen anrichteten. Zwei Stunden kämpften wir erbittert, mit allen noch verfügbaren Kriegsschiffen, es waren nur noch eine Hand voll, aus der Umgebung. Wir erlitten schwere Verluste. Gegen so eine Übermacht, würden wir keine 50 Stunden Überleben. Überall flogen Silicoidenschiffe, mit mindestens genauso wirkungsvollen Waffen wie wir sie besaßen umher. Wenn Kanoel nicht bald kommen würde, hätten wir keine Chance gehabt. Doch er kam, und das nicht zu spät.

Die anderen Imperialen Flotten, die sich im Imperium befanden, es war dato eine Armada von insgesamt 1170 Titanen und 896 Todessternen, darunter 500 Todessterne mit Elitetruppen zum Entern von Schiffen, begriffen allmälig, wie es um Kulanor stand. Also gab der Imperator den Befehl, das sich die Hälfte der Todessterne und 2/3 der Schiffsklasse Titan dort hinbegab.

Es war bis dahin noch wegen Spionageaktivitäten im Imperium geheim gehalten worden, doch unsere Forscher hatten eine Technologie entwickelt, mit der eine ganze Flotte ohne Zeitverlust von einem System ins Andere gelangt. Als man es zuerst getestet hatte stellte man fest, das Objekte durch die hohe Beschleunigungskraft und der gigantischen Schwerkraft in dieser Spalte stark beschädigt werden würden und außerdem diese Reise nur einmal möglich wäre. Die Technologie war also noch nicht ausgereift, trotzdem war es die einzigste Chance in dieser kurzen Zeit ins Mulak - System zu gelangen.
Die Silicoidenschiffe waren zwar etwas schwächer wie wir, doch so viele, das es fast unmöglich schien sie zu besiegen.
Als dann die Imperiale Armada eintraf, mussten wir feststellen, dass ein drittel der Schiffe nicht mehr kampffähig waren, beschädigt durch diesen Quantensprung. Doch jetzt sah die Situation schon anders aus, und wir waren unseres Sieges über die Silicoiden sicherer.
Aber dem nicht genug!
Nach weiteren 10 Stunden Kampf kam dieses Unfassbare, etwas, was niemand für möglich gehalten hatte!


Die restliche Schiffe der Silicoiden begannen sich plötzlich zurückzuziehen, aber nicht weit, nur wenige Millionen km. Wir sollten im selben Augenblick erfahren warum! An der Stelle, an dem sich nun die Kriegsschiffe befanden enttarnte sich ein Schiff, das größer war, als alle andere Schiffe, was ich in meinem bisherigen Leben im Raum gesehen hatte. Es hatte die Größe von mindestens 50 Todessternen zusammen. Mit einem Schlag wurde uns klar, warum das Silicoiden-Reich die ganze Zeit so still gewesen war und nur mit Kriegsschiffen bestückt war. Diese Bastarde hatten die Ressourcen gebraucht, um ein Schiff mit solchen gigantischen Ausmaßen zu entwickeln und zu bauen!
Genaue Angaben konnten unsere Scanner nicht entnehmen, nur, dass dieses Schiff eine uns völlig fremdartige Legierung besaß. Und ein Schild, das um das 5-Fache stärker war als unseres. Wie viel Besatzung auf diesem gigantischen Schiff war, wussten wir nicht. Es mussten an die 8 Mio. sein!
Diese Nachricht erschütterte das gesamte Imperium, und der Imperator schickte alles, was das Imperium an Schiffen besaß in Richtung Kulanor. Sie kamen nach und nach an, hatten also keinen großen Nutzen.
Der Kampf war erbittert, und die Waffen des Schiffs von solch übernatürlichen Zerstörungskräften! Unsere Waffen und Spezialsystem hinterließen höchstens kleine Kratzer auf deren Schild. Wir hatten keine Chance.
Die Waffen dieses Schiffes bestanden aus einer uns unbekannten Energie, so stark, dass ein einziger Schuss einen ganzen Todesstern vernichtete, ihn zum Implodieren brachte. Nach weiteren 28 Stunden erbittertem Kampf waren fast unsere ganzen Schiffe vernichtet, nur noch ein paar Dutzend Todessterne waren übrig geblieben. Ich befohl den Rückzug, also die Beendigung der Verteidigung Kulanors, unseres wichtigsten Planeten. Ein schwarzer Tag für die gesamte Menschheit. Nicht einmal die Entervorrichtungen bestückt mit Elitetruppen der Todessterne konnten im Schiff der Silicoiden Schaden anrichten, da im Schiff ein Verteidigungssystem war, das uns keine Chance ließ.
Die restlichen Schiffe, die mit uns flüchteten waren schwer beschädigt, doch wir schafften es, diesem Silicoidenpack zu entkommen. Wir nahmen Kurs auf das Schwarze Loch. Dahin sollten uns dieses Schiff nicht folgen können, es würde mit seiner Masse keine Chance gegen die Anziehungskraft haben. Als wir dort angelangt waren, koordinierten und ordneten wir uns wieder neu, sodass man die Ausmaße der Zerstörung beurteilen konnte. Nur noch 28 Todessterne, 67 Titanen und 12 Kriegsschiffe. Wir konnten nichts anderes tun, als unsere Schiffe zu reparieren. Wir wussten nicht, was wir danach tun sollten.
19 Tage waren wir damit beschäftigt, bis jedes einzelne Schiff wiederhergestellt war. Die Besatzungen wurden gleichmäßig auf alle Schiffe verteilt. Ohne das Reparatursystem unserer Schiffe, wäre es uns gar nicht möglich gewesen die Schiffe in so kurzer Zeit zu reparieren.


Nach diesen Tagen voller Kampf ums Überleben gönnte ich mir ein paar Stunden in einem der holographischen Spiele, die auf meinem Schiff zum Glück heil geblieben waren, während die Reparaturen liefen. Ich wollte neue Kraft schöpfen, einfach diesen Schock verarbeiten, aber auch eine Lösung finden für dieses gigantische Problem vor dem wir standen.
Ich begnügte mich gerade mit einer holographischen Schönheit als mir ein Gedanke aufkam, wie wir es schaffen könnten dieses Schiff der Silicoiden zu besiegen. Ich lächelte innerlich selbst darüber, denn es schien zunächst absurd sich an diesem „Faden“ festzukrallen, aber ich wusste, dass das die einzigste Chance war, die uns noch blieb.
Diese Schönheit war zwar schön anzusehen, aber nicht gerade gut, was soll man von einer Holographie mit sturem Programm schon erwarten, also ließ ich das Programm stoppen und machte mich auf den Weg um diesen Gedanken ausführlich mit den Captains zu besprechen. Sie mussten zustimmen!
Nach einigen Stunden intensiver Gespräche waren wir uns einig, es war unsere einzigste Hoffnung, daher auch der einzigste Weg der uns noch blieb. Wir duften keine zeit verlieren, also wollten wir in 8 Stunden Bereit sein.
Der Kurs war gesetzt und alle Schiffe flogen in Richtung Wurmloch, und zwar das, aus welchem
Kanoel damals zu uns gelangte. Wir mussten vorsichtig sein, denn den Schutz des Schwarzen Lochs zu verlassen hätte tötlich enden können! Hoffentlich würden die Silicoiden uns nicht entdecken, sonst wäre es aus gewesen. Aber es geschah den ganze Flug über nichts, glücklicherweise.
Alle Schiffe flogen nun in das Wurmloch unter Kanoels Leitung, denn er wusste am besten bescheid über den Plan den wir hatten, es war sein Verdienst gewesen, dass wir überhaupt noch Hoffnung hatten. Die Instruktionen waren klar, alles lief bis jetzt wie geplant.
Wie mir Kanoel erzählt hatte, spaltete sich das Wurmloch in drei Arme, und genau das war es, was die Sache so gefährlich machte. Zwei der drei Arme waren bereits von Kanoel durchflogen worden, d.h. diese waren nicht voll Hindernisse jeglicher Art, Asteroiden, starken Energiefluktuationen, Trümmer einst großer Schiffe, die warscheinlich das selbe versuchen wollten wie wir, und noch einiges mehr. Genau in dieses Loch wollten wir hineinfliegen!
Kurz um, wir hatten zu der Zeit keine Ahnung, was auf uns zukommen würde, aber uns blieb nichts anderes übrig.
Die zweite Schwierigkeit war, in diese Röhre erst einmal zu gelangen, denn Kanoel hatte es schon mehrmals versucht, ohne Erfolg.
Doch diesesmal klappte es. Allen Schiffen wurden genaue Angaben über das Verhalten der Röhre gegeben, damit die Schiffe nicht daran vorbeiflogen oder an der Abzweigung zerschellten, und allen Schiffen bis auf ein paar wenige kleine Schlachtschiffe mit Schwachem Antrieb gelang der Eintritt in diesen Schlund.
Im Innern des Wurmloch-Arms zuckten ohne Unterbrechung Energieentladungen. Die Flotte hatte zusätzlich Schwierigkeiten mit umherschwebenden Trümmerteilen, ein sehr schnelles und sicheres Navigieren war von Nöten. Die Reise war ungewöhnlich lang für ein Wurmloch. Nach 10 min waren wir wieder draußen, zwar mit ein paar Beschädigungen, die aber nicht schwerwiegende Folgen mit sich brachten.
Nun waren wir fast da und dieser Gedanke dem ich der holographischen Schönheit zu verdanken hatte wurde immer mehr bestärkt.

Und zwar folgten wir hier einer Legende. Einem Märchen, das dazu bestimmt war, kleinen Kindern Angst zu machen, wenn sie nicht das taten, was man ihnen befohlen hatte. Es besagt, das hinter dem Schlund der dreiköpfigen Schlange eine Welt liegt, indem ein Monster sein unwesen treibt, geschaffen von den Antaranern, dass alle Kinder holt und verschlingt, wenn sie nicht das täten, was die Vorgesetzten ihnen befohlen hatten.
Der Zweite Teil des Märchens handelt dann von einem törichten Kind, das von dem dritten Maul der Schlange verschlungen wird, und durch eine List dem Monster entkommt, das in dem Bauch der Schlange lebt. Was es entdeckt, ist eine Verlassene Stadt, mit unglaublichen Reichtümern. Am Ende gelangt es durch einen " Flug mit der " Tutsal´rek" wieder nach Hause ( Der 2. Teil wird bei Erzählungen zur Ermahnung von Kindern immer verschwiegen ).
Dieses Risiko, das wir umsonst hier her gekommen wären sind wir eingegangen. Der Raum war hier anderst, er schimmerte grünlich, aber es war trotzdem kein Nebel. Die Messgeräte meldeten eine Verbindung, mit der man einiges machen konnte. Doch das hatte zunächst wenig Bedeutung, denn auf den Langstreckensensoren wurde ein Schiff angezeigt, dass die Größe eines Todessterns und eine längliche Form besaß.
Wir machten uns Kampfbereit,denn wir wussten ja nicht was sich dort auf uns zubewegte!

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