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Die Hoffnung stirbt zuletzt (Seite 2)
Feindkontakt
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Jetzt war für da Varga der Zeitpunkt gekommen, seine Flotte dem Feind entgegenzustellen. Die Jäger und Bomber starteten den ersten Angriff. Die antaranischen Jäger wurden bei dieser Attacke alle endgültig vernichtet, so dass ab diesem Zeitpunkt Harrsh auf den Jagdschutz und mögliche Bomberangriffe auf die menschliche Flotte verzichten musste. Derweil attackierten die feindlichen Jäger und Bomber verstärkt die antaranischen Zerstörer und Kreuzer. Auf einmal entstand in dem äußeren Abwehrkreis der antaranischen Flotte ein Loch, durch das die Schnellboote durchstießen. Im Herz der antaranischen Flotte feuerten sie ihre gefürchteten SSM 908 Shipwrecker Raketen auf die Dickschiffe ab. Zwar konnte die antaranische Flak einige der Schnellboote und der abgefeuerten Raketen vernichten, doch der Angriff war erfolgreich. Sofort nach dem Angriff zogen sich die Schnellboote und Jäger zurück.
Nach dem Angriff brachte man Karrsh die Nachricht, dass fast 200 Zerstörer, 123 Kreuzer, 26 Schlachtschiffe, 8 Dreadnoughts und den ältesten Leviathan der Flotte, die Human Extinction, zerstört worden sind. Andere Schiffe hätten Schäden erlitten. Harrsh hatte aufgrund seiner abgelegenen Position den Überblick über das Geschehen verloren. Der Verlust der Human Extinction war ein weiterer persönlicher Schlag, zumal das Schiff kurz nach der Schlacht von CorJenn fertiggestellt worden war und er auf diesem Schiff das erste Mal das Kommando über ein Großkampfschiff hatte. Er wurde rasend vor Wut und bevor er sich wieder gefangen hatte, griffen die feindlichen Großkampfschiffe in den Kampf ein.
Der Angriff der kleineren Boote und Jäger hatte die feindlichen Schlachtgeschwader auseinandergetrieben, was da Varga sofort bemerkte. Er gab seiner Flotte den Befehl, alles in die Schlacht zu werfen. Jetzt gab es vielleicht doch noch eine Chance. Aber diese Chance war teuer erkauft: Fast 250 Schnellboote und knapp 1000 Jäger und Bomber blieben vor dem Feind, darunter auch sein zweiter Sohn als Kommandant von PT 109, einem Schnellboot, dessen Raketen ein antaranisches Schlachtschiff vernichteten.
Die Schlachtgeschwader der Menschen befanden sich in einem wilden Kampf mit dem Feind. Die gefürchteten antaranischen Zerstörer waren ohne Torpedos kein ernstzunehmender Gegner für ein Schlachtschiff der Menschen. Doch bevor die menschlichen Großkampfschiffe in Schussreichweite der feindlichen Flotte waren, drehten sie ab. Da Varga hatte bemerkt, dass die antaranischen Schlachtgeschwader sich in der Zwischenzeit auch ohne einen Befehl von Harrsh gesammelt hatten. So änderte da Varga seinen Plan und ließ die Zerstörer und Torpedoboote einen Angriff auf die feindliche Flotte machen. Den Weg durch den äußeren Gürtel hatte er ihnen ja schon freigemacht. Sie griffen sofort und ohne Gnade an. Ihre Raketen und Torpedos vernichteten weitere antaranische Großkampfschiffe. Die zur Abwehr entsandten antaranischen Kreuzer und Zerstörer konnten zwar 205 Zerstörer und 88 Torpedoboote noch vernichten, doch waren nach diesem Angriff die Antaraner noch weiter zerstreut als bei dem ersten Angriff. Auch hatten sie einige Verluste zu beklagen.
Das war der Moment für da Varga, ein weiteres Mal den Kurs zu ändern und den Feind jetzt mit allen Mitteln anzugreifen. Seine Schlachtflotte drehte erneut und attackierte die verstreute antaranische Flotte. Ein Leviathan wurde durch die Schlachtschiffe Indomitable, Jean Bart, Guiseppe Garbaldi und dem ältesten Schiff der Flotte, dem Schulschiff Schleswig- Holstein, angegriffen, Obwohl es die Jean Bart vernichten konnte und ein paar Treffer auf der Indomitable landen konnte, die allerdings nur leichten Schaden auf der Außenhaut verursachten, wurde der Leviathan vernichtet. Der Schlachtkreuzer Hood befand sich mit einem antaranischen Dreadnought in einem Kampf auf Leben und Tod, doch bewahrte den Schlachtkreuzer ein irrlaufender Torpedo, der von eben jenem Dreadnought abgefeuert worden war: Er durchschlug den Schiffskörper des Dreadnought an der Stelle, wo sich der Schildgenerator und der Waffenleitcomputer untergebracht waren. Diese wurden durch die Detonation ausgeschaltet, so dass die Hood leichtes Spiel hatte. Derweil flogen die Dreadnoughts Bismarck und Iowa einen Angriff auf ein ganzes Schlachtgeschwader der Antaraner und vernichteten ein Schiff nach dem anderen. Die schweren Kreuzer Mogami, Wichita und Admiral Hipper trafen auf ein Dreadnought, dessen Schilde hinuntergefahren waren. Sie attackierten ihn sofort und vernichteten ihn. Warum die Schilde heruntergefahren waren, ließ sich nie erklären. Auch Liberty und Yamato griffen in die Kämpfe ein und vernichteten so manches Schiff.
Doch in der Zwischenzeit hat sich die antaranische Flotte sich wieder sammeln können und ging in den Gegenangriff. 2 Dreadnoughts nahmen sich den leichten Kreuzer Königsberg vor, den sie brennend an der Stelle zurückließen, da sie ihn als brennendes Wrack ansahen. Die Schlachtkreuzer Seydlitz und Alaska wurden von der CorJenn Harrshs vernichtet, der sich jetzt entschlossen hatte, sein Schiff in die ersten Reihe zu führen. Trotzdem sah es für Harrsh schlecht aus. Bismarck und Iowa, unterstützt von der Hood und den leichten Kreuzern Yubari und Antonio Pigafetta sowie 8 Zerstörern nahmen sich einen Leviathan vor und vernichteten ihn. Desgleichen nahmen sich auch Liberty und Yamato sich je einen feindlichen Leviathan vor und erledigten ihn. Das Gefecht stand auf des Messers Schneide. Auf einmal detonierte die Hood und auch die Dreadnoughts Revenge und Mississippi gingen verloren. Nachdem die Menschen es geschafft hatten, die Antaraner zurückzudrängen und bis auf die CorJenn alle Leviathans der antaranischen Flotte zu besiegen, griff Kharrsh in die Kämpfe ein und drängte die menschlichen Schiffe zurück.
Die Antares Prime nahm sofort mit der Yamato den Kampf auf, die in einem heftigen Gefecht vernichtet wurde. Ein menschliches Schiff nach dem anderen wurde nun zerstört. Der Träger Lexington wurde von drei antaranischen Dreadnoughts überrascht- ebenso die Ark Royal von der CorJenn. Da Varga befahl den Rückzug hinter den Asteroidengürtel. Die entgültige Vernichtung der Jupiterbasen wurde damit eingeleitet.
Auch zählte die menschliche Flotte nur noch wenige Schiffe. Das Ende schien nah, zumal nur noch wenige Schiffe unversehrt geblieben waren, darunter auch die Bismarck unter dem Kommando von Kazuyoshi Tanaka, obwohl sie in den heftigsten Gefechten kämpfte.
Derweil sammelten sich die überlebenden antaranischen Kräfte zur letzten Schlacht. Harrshs CorJenn hatte im Gefecht einigen Schaden davongetragen, darunter auch einen leichten Schaden an der Backbordzielerfassung, die nicht mehr automatisch bedient werden konnte. Um das zu reparieren musste allerdings der Schildgenerator abgeschaltet werden. Diesen Befehl gab Harrsh, in dem Glauben, die Menschen seien schon so gut wie ausgerottet, aber das hatte er schon bei Eintritt in das Sol- System geglaubt. Die CorJenn war aber immer noch in Reichweite der Königsberg, die ihren letzten Torpedo abfeuerte. Er traf das Schiff in der Nähe des Schildgenerators. Zwar wurde die Königsberg daraufhin sofort atomisiert, doch war der Torpedotreffer gefährlich, da er eine Fehlfunktion in der Energieversorgung verursachte, den der Leitende Ingenieur auf der CorJenn übersah.
Flucht
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In der Zwischenzeit wurde auf der Erde die Lage analysiert- mit wenig Hoffnung. Eine Evakuierung eines Teils der Bevölkerung hatte man in Erwägung gezogen, doch war dies aufgrund der antaranischen Blockade als unmöglich angesehen worden. Da entdeckten 4 Monate vor dem antaranischen Angriff einen instabilen Sprungpunkt zu einem System, das sich weit am Rande der Milchstraße befand. Unglücklicherweise ließ es sich nur einmal alle 10 Zyklen für 2 Stunden passieren. Außerdem hätten die Antaraner diese Fluchtmöglichkeit entdeckt, wenn das System zu früh benutzt worden wäre. Nun aber hatte man auf der Erde einen Störsender gebaut, der die antaranischen Sensoren stören sollte. Nur noch ein Ablenkungsmanöver zur richtigen Zeit fehlte. Die war jetzt gekommen. Der Sprungpunkt war passierbar.
Harrsh schickte seine Flotte zum Angriff. Im Asteroidenfeld wurden seine Schiffe von Schnellbooten und Jägern angegriffen, doch waren diese Angriffe nur wenig erfolgreich. Just in dem Moment, als die antaranische Flotte das Asteroidenfeld verließ, wurde der Störsender eingeschaltet. Die Transporter starteten. Da Varga gab den Befehl zum Angriff.
Harrsh wusste überhaupt nicht mehr, was zu tun war, als die Sensoren ausfielen. Er befahl somit nur Kurs auf die Erde. Somit bemerkte er den Angriff der Menschen zu spät. Sie schafften es, dem Feind weiterhin hohe Verluste beizubringen- auch durch Kamikazeeinsätze- und zu zersprengen. Doch die Transporter waren noch nicht beim Sprungpunkt angelangt und der Stellarkonverter auf der CorJenn fast in Schussweite. Da Vargas Schiff Liberty war in den Kämpfen schwer beschädigt worden und konnte keine Waffen mehr einsetzen. Doch es war das einzige Schiff, das in Reichweite war. Also gab da Varga den Befehl, auf Kollisionskurs zu gehen. Die Liberty traf die CorJenn in der Nähe des Antriebs. Sie detonierte in einer gewaltigen Explosion. Großadmiral da Varga war tot. Doch die Schilde der CorJenn hielten die Hauptwucht der Kamikaze- Attacke ab, so dass das Schiff nur aus der Bahn geworfen wurde. Doch befand sich das Schiff jetzt in Reichweite des Stellarkonverters und der Abwehrbatterien auf der Erde. In diesem Moment ereignete sich eine Explosion auf der CorJenn. Der Schildgenerator war überlastet und krepierte. Das Schiff war ohne Schutz. Die Abwehrbatterien der Erde feuerten alle auf die CorJenn. Noch bevor Harrsh den Befehl zum Rückzug geben konnte, wurde der Warpkern getroffen. Die CorJenn zerbarst in einer gigantischen Explosion.
In der Zwischenzeit attackierten die antaranischen Kräfte alle menschlichen Ziele. Mars, Venus und Merkur wurden entvölkert, viele Schiffe der Menschen vernichtet, doch die Transporter erreichten den Sprungpunkt und somit die Sicherheit. Das Hauptquartier der Flotte in Peking gab allen überlebenden Einheiten den Befehl Armageddon. Das bedeutete entweder versuchen, sich vom Feind zu lösen und unerkannt zu dem Sprungpunkt fliehen oder die Selbstzerstörung einzuleiten.
32 Schiffen gelang es in der tat, sich vom Feind zu lösen und sich auf den Sprungpunkt zu bewegen. Doch sie wurden verfolgt. Da Varga, der diesen Plan ausgearbeitet hatte, sah dies voraus. In der Mond- Werft lag noch ein weiterer Leviathan, dessen Fertigstellung noch wenigstens 3 Monate gedauert hätte: die Da Varga. Dieses Schiff verließ die Werft. Es wurde von einer Rumpfmannschaft geflogen. Obwohl noch nicht alle Systeme fertig waren, schnitt sie den verfolgenden antaranischen Schiffen den Weg ab. Sie setzte dabei den Prototypen eines Schwarzen- Loch- Generators ein und vernichtete so zwei Schlachtschiffe. Sie deckte so den Rückzug der fliehenden Flotte. Als das letzte Schiff gesprungen war, begab sich auch die Da Varga in die Nähe des Sprungpunktes welches jetzt für 10 Zyklen wieder verschlossen war. Einige antaranische Schlachtschiffe verfolgten sie und beschädigten sie schwer. Doch sie erreichte ihre Position in der Nähe des Sprungpunktes. Dort errichtete sie ein Schwarzes Loch, das mehrere antaranische Schiffe verschlang. Nun aber überlastete sie den Generator. Das Loch wurde größer, viel in sich zusammen und explodierte. Weitere antaranische Schiffe wurden von dieser Explosionswelle getroffen. Eine Strahlungsquelle, ein kleiner Neutronenstern entstand. Er hatte zwar kaum Kraft und wurde der Erde nicht gefährlich, doch täuschte er die antaranischen Sensoren. Der Sprungpunkt war von den Menschen erst sehr spät entdeckt worden, da seine Strahlung nur sehr schwach war. Durch den Neutronenstern war sie jetzt gänzlich verdeckt, wenn man den genauen Ort und die Frequenz des Sprungpunktes nicht wusste.
Besetzung der Erde
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Jetzt, da die Evakuierung abgeschlossen war, bot die Erde die bedingungslose Kapitulation an. Karrsh, nun oberster Befehlshaber der Flotte akzeptierte. Er schickte sofort eine Nachricht an die antaranische Führung, in der er auch Besatzungstruppen forderte. Die antaranische Führung sah von einem Genozid an den Menschen ab. Harrshs Partei war nach der Analyse der Schlacht wegen der hohen Verluste in Ungnade gefallen. Doch bedeutete dies zwar nicht die völlige Vernichtung der Menschen, aber eine antaranische Schreckensherrschaft.
Da Karrsh aufgrund des Fehlens von Bodentruppen eine Landung auf der Erde erst eine Woche später anordnete, nachdem die Bodentruppen eintrafen, war es den Menschen möglich, wichtige Daten mit Wissen zu verstecken, darunter auch die Koordinaten des Sprungpunktes.
Auf der anderen Seite des Sprungpunktes fanden sich die Transporter und die überlebenden Kriegsschiffe wieder. Die Verluste an Leben waren erschreckend hoch in dieser Schlacht: Über 3,5 Milliarden Menschen wurden getötet, die meisten von ihnen auf dem Mars, die ganze Flotte der Menschen war vernichtet worden, bis auf die Schiffe, die es schafften, zu springen. Das waren 2 Dreadnoughts, die schwerbeschädigte Bismarck und die Missouri, 3 Schlachtschiffe, die Tegetthoff, Monarch und die Vasco da Gama, 2 Flottenträger, die Enterprise und die Graf Zeppelin, 1 leichter Träger, 4 Schlachtkreuzer, 2 Schwere und 8 Leichte Kreuzer sowie 4 Zerstörer, 2 Torpedoboote, 3 Minensucher und ein Minenleger- alle beschädigt. 98 Jäger und Bomber waren noch an Bord der Schiffe. Trotzdem war die Lage der Flüchtlinge nicht so schlecht. Am Ankunftsort befand sich ein mineralreicher Planet und ein mineralarmer, dafür aber erdähnlicher Planet. Auf den Transportern waren genügend Vorräte, um eine Kolonie aufzubauen. Binnen weniger Jahre wurde ein Außenposten der Menschheit aufgebaut, während die Erde unter der Herrschaft der Antaraner litt. Alle Schiffe mit Kampfschäden wurden repariert und dienten noch viele Jahre. Kapitän Tanaka wurde zum Provisorischen Präsidenten gewählt. Er organisierte den Aufbau. Das Ziel war es, abzuwarten. Warten auf den Augenblick, wo die Antaraner sich zurückziehen oder sich als zu schwach erweisen sollten. Doch das sollte keiner mehr von den Flüchtlingen mehr erleben.
Trotz ihres Sieges hatte auch die antaranische Flotte teuer bezahlt. Über 2000 Schiffe waren vernichtet worden. Über 2 Millionen Antaraner gefallen. Weitere Schiffe waren schwer beschädigt, einige davon irreparabel. Nichtsdestotrotz fühlten sich die Antaraner als Beherrscher des Universums. Dieser Glaube sollte ihre Macht in ferner Zukunft brechen.
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