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Die Hoffnung stirbt zuletzt von Dominic
Einleitung
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Großadmiral Escobar da Varga stand in seinem Zimmer auf Deck 4 und blickte auf die Flotte, die die Menschen zur Verteidigung des Sol- Systems aufgeboten haben. Man schreibt den Galaktischen Zyklus 18063. Die menschliche Flotte bestand aus 2 Leviathanen, dem Flaggschiff Liberty und seinem Schwesterschiff Yamato, welche allerdings gerade hastig fertiggestellt aus der Werft kam und noch einige Fehlfunktionen auf Grund dieser Tatsache aufweist. Doch Zeit war kostbar und jedes Schiff wurde gebraucht. Nominell zu diesen beiden Superschiffen standen 18 Dreadnoughts in 3 Geschwadern und 35 Schlachtschiffe in 6 Geschwadern unter dem Kommando des Großadmirals. Direkt waren dem Großadmiral weiterhin 20 Schwere und 25 Leichte Kreuzer sowie 125 Zerstörer zugeteilt. Die Aufklärungsstreitkräfte umfassten alle 23 Träger, darunter 12 Flottenträger, 25 Schlachtkreuzer, 30 Schwere Kreuzer, 40 Leichte Kreuzer und 225 Zerstörer. Diese Aufklärungsstreitkräfte standen unter dem Kommando von Vizeadmiral Sir Douglas Riverside. Der Rest der menschlichen Schiffe, 60 Zerstörer, 350 Torpedoboote, 438 Schnellboote und 1250 weitere Raumschiffe standen unter dem Kommando des Oberbefehlshabers der Heimatschutzflotte, Konteradmiral William Running Eagle. Die ca. 3000 Jäger und Bomber der Planetaren Verteidigung waren Kommodore Berthold Freiherr von Bülow untergeordnet.
Da Varga stand noch immer und dachte nach, als der Kapitän der Liberty, Kapitän Francois de Longchamps anklopfte. Das typische, von da Varga immer schon gehasste „Gebimmel“, wie er es nannte, weckte ihn aus seinen Gedanken. „Herein“, rief er. „Was gibt es? Nein sagen Sie es nicht. Die Angriffe der Drohnen haben aufgehört.“ Sagte er zu Kapitän de Longchamps. Dieser schaute ihn leicht verwundert an, doch beherrschte er sich wieder und entgegnete nur „Ja, Sir.“ Das war der Moment, vor dem sich da Varga am meisten gefürchtet hatte. Er wusste nur zu gut, dass die Beendigung dieser lästigen „Mückenplage“, wie es ein Jagdflieger in seinem Beisein einmal nannte, nur den unmittelbar bevorstehenden Angriff bedeutete. Diese Angriffe hatten die Antaraner gestartet, um die Verteidigungslinien der Menschen zu schwächen bevor sie die Invasion starteten. Doch da Varga hatte mit dem gerechnet und trotz einiger Verluste waren die Verteidigungslinien die stärksten, die je das Sol- System umgaben.
Aber würde das reichen. Da Varga bezweifelte dies. Denn die Ressourcen, die den Antaranern zur Verfügung standen, waren immens. Sicher hatten sie Verluste gehabt bei der Niederwerfung der anderen Völker, doch diese konnten sehr schnell ersetzt werden. Die Ressourcen im Sol- System waren nach der Blockade von den Kolonien der Menschen begrenzt. Die Kolonien, so dachte man, seien verloren. Nur noch die Verteidigung durch Großadmiral da Varga war die letzte Chance der Menschen, um zu überleben.
Auf der anderen Seite stand der Oberste Lord- Schwarmführer Harrssh klad Dsarr. Harrsh, dessen Nachname nach der antaranischen Tradition als erstes genannt wurde, wenn ein Offizier den Posten des Obersten Lord- Schwarmführers besetzte, war ein Antaraner aus dem südlichen Kontinent von CorJenn. Seine Brutgruppe war alteingesessen und respektiert. Von adliger Herkunft und dank exzellenter Verbindungen zu den mächtigsten Antaranern, der Imperatorenbrutgruppe eingeschlossen, wurde Harrsh kurz vor dem Angriff auf CorJenn zum Ersten Klauenmann, dem Rang eines Kapitänleutnants entsprechend, befördert und das Kommando eines Torpedobootes gegeben. Dessen Auftrag war ein Geleitzug nach Antares, als die Vereinigte Irdische Flotte CorJenn angriff und vernichtete. Dadurch wurde der Hass des jungen Harrsh auf alles nicht- antarische, besonders menschliche, nur gefördert.
Sein Ziel war klar: Die Vernichtung der menschlichen Spezies- und dafür stand ihm eine Flotte zur Verfügung, die in der Geschichte der Galaxis ihres gleichen suchte: 12 Leviathans, 102 Dreadnoughts, 198 Schlachtschiffe, 677 Kreuzer aller Klassen einschließlich von 109 Schlachtkreuzern, 985 Zerstörern und weiteren 700 kleineren Schiffen. Auf den 82 Trägern waren noch 7956 Jäger und Bomber verteilt. Die Angriffsdrohnen waren kaum noch vorhanden, hätten aber auch nur noch die eigenen Kampfschiffe gestört, da deren Frequenzen nahe den üblichen Standardkampffrequenzen lagen.
Jetzt war nach Harrshs Überzeugung die Zeit reif, einen Angriff zu starten und die menschliche Spezies aus dem All zu radieren. Er war sich so sicher, die menschliche Flotte so geschwächt zu haben, dass er deren Widerstandsfähigkeiten gerade in Hinblick auf seine eigene Flotte als zu gering für eine wirksame Verteidigung hielt. Er verzichtete sogar, Aufklärer in das System zu schicken, bevor er mit den Dickschiffen zum Angriff in das System hinein flog. Nur Lord- Schwarmführer Krarrsh warnte ihn, den Feind zu unterschätzen. Klertr nuz Krarrsh war ein Antaraner, der ebenso wie Harrsh adliger Abstammung war, doch war seine Familie für antaranische Verhältnisse seht liberal. Doch liberale Tendenzen waren in diesen Zeiten bei den Antaranern nicht wohl gelitten, so dass er, obwohl er größeres Können besaß, nur der Zweite Kommandeur der Flotte war.
Während Harrsh´s Leviathan als Flaggschiff das größte und modernste Schiff der Antaranischen Flotte war, war der Leviathan von Karrsh, Antares Prime, schon 20 Zyklen alt. Er war nicht unmodern, doch wurde damit die politische Gesinnung von Karrsh quasi bestraft. Sein Schiff war aber auch kein unverhältnismäßig schlechtes Schiff, doch verfügte es im Gegensatz Harrshs Leviathan CorJenn und dessen Schwester Antares Rules (die Namen sind der Einfachheit halber übersetzt) nicht mit den neuen statischen Gyroschilden ausgerüstet, die die Schiffe fast unzerstörbar machten. Doch lediglich diese beiden Schiffe waren mit den Prototypen dieser Schilde ausgerüstet.
Der Angriff beginnt
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Harrsh gab den Befehl zum Angriff. Sofort starteten alle kleinen Jäger, Bomber und Minensucher, die nach nur wenigen Minuten die Oortsche Wolke passierten. Danach kam der Rest der Flotte. Die kleineren Einheiten sollten den Feind melden und ihn zu Flotte locken bzw. schon selbst vernichten, wenn möglich. Auch fürchtete Harrsh Minen, doch war er sich sicher, dass die Menschen keine Minen mehr in dem System hatten. Nur aufgrund seiner Furcht und den Drängen Karrshs, wenigstens die kleinen Schiffe zur Aufklärung voranzuschicken, schickte er die kleineren Schiffe vor. Im Hauptquartier der Flotte in London hatte man diese Taktik für wahrscheinlich gehalten. Denn Kapitän Carsten Müller von dem Schlachtkreuzer Intrepid war bei den ersten beiden Schlachten gegen Harrsh bei Sirius und Andromeda dabei. Auch hatte er das Glück, ein kleines Meldeschiff aufzubringen, welches die psychologischen Profile aller Offiziere der Flotte, sowie dessen Funkfrequenzen mit sich führte. Die Antaranische Hohe Schwarmführung aller Flotten hatte diese Profile angeordnet, um zu verhindern, dass bei dem Angriff keine Fehler durch schwache Offiziere geschehen. Den Verlust des Kurierschiffes hat es aber als einen Unfall abgetan.
Dadurch konnte man sich auf der Erde ein gutes Bild von der Kommandostruktur bei den Antaranern machen. So warteten auf Harrsh einige Überraschungen, die er am liebsten aus dem Weg gegangen wäre...
Als die kleinen Schiffe die Oortsche Wolke fast passiert hatten und der Rest der Flotte auf halbem Wege war, explodierten ferngezündete Sprengsätze auf den Kometen. Diese für die Antaraner nicht zu erkennende Falle vernichtete fast 5000 Jäger und Bomber aber auch alle Minensucher, 2 Schlachtkreuzer und 85 kleinere Schiffe. Karrsh riet daraufhin, den Angriff zu verschieben und ein paar Tage auf neue Minensucher zu warten, doch wurde er von Harrsh überstimmt. Auch hätte das nichts genützt, da den Menschen aus einigen gekaperten Drohnen, deren Selbstzerstörungsmechanismus ausgeschaltet worden war, die Scanner dieser Schiffe bekannt waren und so eine einfache aber effektive Tarnung in alle Minen und Fallen eingebaut wurde.
Nachdem Harrshs Flotte in das System eindrang, bemerkte er nahe Charon und Pluto einen kleinen Convoy der Menschen. Sofort schickte er zwei Zerstörerflotillen, ca. 200 Jäger und Bomber und ein paar Schlachtschiffe, um den Convoy und die vermeintlichen Forschungseinrichtungen zu zerstören. Doch als sich diese „Laboratorien“ waren in Wirklichkeit eine starke Militärbasis, die nur zur Tarnung als Forschungsbasis zu erkennen war. So wollte man einen mutmaßlichen Invasor überraschen. Auch waren durch die Explosionen in der Oortschen Wolke die Schilde aller Einheiten noch nicht komplett wieder aufgebaut, als Harrsh den Angriff auf Pluto befahl. Die antaranischen Einheiten waren fast in Schussweite, als ein greller dunkler Strahl von Charon ein Schlachtschiff traf. Es explodierte sofort. Die Frachter des Convoys veränderten sich so plötzlich, dass die Antaraner keine Gelegenheit bekamen, den Schock zu verkraften. Die „Frachter“ fuhren Torpedorohre aus und schossen Mark 98 Langstreckenartillerietorpedos ab, die inmitten der beiden Zerstörerflotillen detonierten. 110 Zerstörer und alle Jäger und Bomber waren dadurch vernichtet worden. Nur sechs Zerstörer konnten schwer beschädigt diesem Inferno entgehen, doch wurden sie von der Eskorte des Convoys vernichtet. Eine Sekunde später kam ein weiterer grüner Strahl, kurz darauf viele kleine rote von Charon aus den drei angreifenden Schlachtschiffen entgegen, die alle vernichtet wurden.
„Sssskrash!“, sagte Harrsh, „Ein Stellarkonverter und Bodenbatterien! Sofort alle Schiffe Feuer frei auf Charon und dieses Gewürm.“ Obwohl einige weitere antaranische Schiffe von der heldenhaften Mannschaft des Pluto und des kleinen „Convoys“ vernichtet wurde, war das Ende voraussehbar. Kurz vor dessen Vernichtung durch Neutronenbomben gab der Stellarkonverter, der weitere drei Dreadnoughts und 13 kleinere Schiffe noch vernichten konnte, einen Schuss auf die Antares Rules ab. Doch die Schilde hielten. Der Schuss schien keinen Effekt gehabt zu haben, als das letzte Torpedoboot, T 108, der Menschen bei Pluto seinen letzten Torpedo auf die Antares Rules abschoss- der traf allerdings das Schiff voll über dem Warpkern und eine vernichtete dort befindliche Partikelstrahl- Batterie. Dessen Explosion zerstörte die dort befindliche Panzerung, so dass die Antaraner dort ein Notfallkraftfeld aktivieren mussten. Der Stellarkonverter hatte den Schild für Raketen und Torpedos durchdringlich gemacht. Das Bemerkte auch die Crew von T 108, welches sofort auf Kollisionskurs ging. Durch ein fliegerisches Meisterstück gelang es Kapitänleutnant Aklas, einem eingebürgerten Alkari, das Boot durch das feindliche Feuer der der Antares Rules zu Hilfe kommenden Schiffe zum größten Teil auszuweichen. Trotzdem war es kurz vor der Kollision schwer beschädigt worden. Die Steuerung reagierte fast nicht mehr. Bis auf Aklas, der das Boot flog, war die Crew tot, und Aklas selbst tödlich verwundet. Dennoch schaffte er es, das Boot genau an der kritischen Stelle zur Explosion zu bringen. Wenige Sekunden nach der Explosion sah es so aus, als ob die Schilde alles aufgehalten hätten, doch nach ca. 45 Sekunden explodierte die Antares Rules. 25 in der unmittelbaren Nähe befindliche Schiffe wurden vernichtet, weitere 35 beschädigt.
Harrsh war schockiert. Er befahl seinen Technikern den Fehler in dem Schildsystem zu suchen. Aus Angst befahl er sein Flaggschiff in die hinterste Schlachtreihe. Dadurch war er abgeschlagen und konnte nicht sofort auf Veränderungen reagieren. Auch fehlte die Kampfkraft seines Flaggschiffs in der vordersten Schlachtreihe.
Währenddessen kam die Nachricht von dem Gefecht bei Pluto auf der Liberty an. Da Varga seufzte als er von der Vernichtung der Station hörte, fand aber etwas von seiner Hoffnung wieder, als er von der Erledigung der Antares Rules erfuhr. Insgeheim hatte er große Selbstzweifel. Er dachte, er sei nur deshalb zum Großadmiral ernannt worden, weil seine Großmutter in einer besseren Zeit den Wächter von Orion besiegte. Doch er machte sich kleiner, als er war. Unterstützt von seinen Stabschefs Mutombo Bé und Irina Romanowa hatte er den Plan zur Verteidigung des Sol- Systems entworfen. Dieser sah vor, erst am Jupiter mit der irdischen Flotte den Feind anzugreifen, in der Hoffnung, dass durch kleine „Überraschungen“ dieser so geschwächt sein würde, dass eine wirksame Verteidigung gelingen würde. Doch kein Plan überlebt den Kontakt mit dem Feind, so auch dieser. Als da Varga die Stärke der antaranischen Flotte sah, wusste er, dass nur noch ein Wunder die menschliche Rasse retten könnte.
Minen!
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Derweil hatte Harrsh seine Flotte wieder gesammelt. Er setzte sie wieder in Marsch auf das innere des Systems. Nachdem auch die menschliche Basis auf Neptun vernichtet worden war, und er auf Uranus sich zu bewegte, geriet seine Flotte in ein Minenfeld. Harrsh schickte einige Schiffe vor, die die Minen durch ihren Kontakt und ihre Explosion vernichten sollten, da die Minen sich als nicht durch die antaranischen Scanner aufspüren ließen. Dabei wusste er, dass das den Tod der Mannschaften dieser Schiffe, war, doch er war davon überzeugt, diese Verluste sich leisten zu können. Was sollte denn noch geschehen? Er hielt die feindliche Flotte für einen Gegner, der in fünf Minuten besiegt werden kann. Als sich die Flotte direkt in dem Minenfeld befand, eröffneten getarnte, automatische Verteidigungssatteliten das Feuer auf die dicht gedrängte antaranische Flotte. Sie feuerten zumeist Torpedos und Raketen ab. Da die Torpedos meist vom Typ 98 waren, wurden besonders kleinere Schiffe von dieser Attacke betroffen, doch auch bei den großen Schiffen zeigte dieses Feuer Wirkung: 10 Dreadnoughts und 22 Schlachtschiffe wurden durch diese Explosionen getroffen und drifteten in das Minenfeld ab, bzw. versuchten, dort dem Feuer zu entkommen, was die Vernichtung dieser Schiffe zur Folge hatte. Ebenso forderte die grausame Minenräumaktion Harrshs ihren Tribut. Als die Flotte das Minenfeld entgültig passiert hatte, um sich schießend zur Abwehr der Minen und Satteliten, merkte Harrsh, dass seine Flotte größere Verluste erlitten hat, als er für die ganze Operation einkalkuliert hatte. Auch fehlte noch ein Leviathan. „Wo ist die...“ Harrsh wollte gerade nach dem Verbleib des Schiffes fragen, als er im Minenfeld eine mächtige Explosion sah. Das beantwortete seine Frage, bevor sie überhaupt ganz gestellt worden war. Auch dieser Leviathan, die Extinction, war tiefer in das Minenfeld geraten, als der Rest der Flotte. Durch die Explosionen der Raketen und Torpedos waren Schilde und Waffen ausgefallen. Somit war das Schiff ein leichtes Opfer für die Minen.
Harrshs Flotte umfasste immer noch 10 Leviathan, 78 Dreadnoughts, 146 Schlachtschiffe, sowie 398 Kreuzer und 402 Zerstörer, wie ihm durch seinen Adjutanten mitgeteilt wurde, doch kam von den überlebenden 67 Trägern die Nachricht, dass nur noch knapp 400 Jäger und Bomber einsatzbereit waren- zu wenige, um entscheidend in die folgenden Kämpfe eingreifen zu können.
Dabei war auch Harrsh klar, dass die schweren Gegner noch kommen würden. Und der Kampf um den Saturn war sieg- aber auch verlustreich. Zudem stellte sich ein weiteres Problem: Die Torpedos an Bord der Schiffe, besonders der Zerstörer, waren schon zu ¾ verbraucht. Karrsh meldete sich deswegen und wegen der hohen Verluste bei Harrsh. Er wurde bis jetzt von seinem Adjutanten zurückgehalten, da Harrsh für seine Wutanfälle bekannt war. Trotzdem wollte er Harrsh dazu bewegen, sich zurückzuziehen, Munition aufzunehmen, Reparaturen durchzuführen und auf Reservejäger zu warten. Alles in allem sollte der Angriff um 2 Wochen verschoben werden. In der Zwischenzeit wäre wieder die Blockadeposition eingenommen worden. Obwohl viele Schiffe vernichtet worden waren, waren nach Karrshs Ansicht genügend Schiffe für eine wirkungsvolle Blockade vorhanden. Harrshs Stabschef Klurosh war auch dieser Meinung. Doch Harrsh war nicht umzustimmen. Er fürchtete insgeheim seine Absetzung, sollte er das Sol System nicht sofort einnehmen können. Außerdem wollte er auch Rache. Das war in Wirklichkeit sein Hauptmotiv, den Angriff nicht abzubrechen. Anstatt Karrsh nur schwer zurechtzuweisen, wie er es sonst immer mit Untergebenen tat, war Harrsh dieses Mal so aufgebracht, dass er Karrshs und Kluroshs Mut in Frage stellte und sie mit dem klutrop, der schwersten Beleidigung für einen Antaraner, drohte. Allein schon eine solche Drohung hätte für beide unter normalen Umständen auf Antares entweder zu einer Duellforderung mit den traditionellen lönish- Krallenklingen oder dem kälosh- dem traditionellen Selbstmord der Antaraner- geführt. Hier aber schickte Harrsh die beiden mit ¼ der restlichen Flotte zum Neptun zurück- mit der Aufgabe, zum Sprungpunkt durchbrechende Schiffe der Menschen zu vernichten. Harrsh selbst gab den Befehl für alle anderen Einheiten, darunter allen überlebenden Leviathan außer der Antares Prime, zum Angriff auf den Jupiter und die inneren Planeten.
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