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#moo3planet

ATT00002 von Ralph Schmidt

NEUE DATEI
AUTHORISATION : Sebastian M. Carson, Commander (Suspendiert)
DATUM : gelöscht
UHRZEIT : 00:59:37 Galactic Mean Time (GMT)

Persönliche Aufzeichnung
Militärische Geheimstufe Ultra

Ich schreibe diese Zeilen in der Hoffnung, dadurch meine eigenen Gedanken in Ordnung zu bringen. Die letzten Monate habe ich die Vorkommnisse vier mal mündlich und drei mal schriftlich wiedergeben müssen. Doch bei keinem dieser Gelegenheiten hatte ich die Chance die Geschehnisse persönlich zu verarbeiten.

Die ganze Sache wurde als Geheim Ultra eingestuft, das heißt, die Angelegenheit hat niemals stattgefunden. Normalerweise ist es niemandem möglich diese Datei zu öffnen, außer ich erlaube es oder ich sterbe. In letzterem Fall können allerdings nur direkte Familienangehörige oder von mir im Testament festgelegte Personen Einblick erhalten. Da ich keine Familie mehr habe und nicht beabsichtige ein Testament anzufertigen, wird diese Datei wohl einfach gelöscht werden. Aus reiner Vorsicht werde ich keinerlei Datumsangaben machen. Auch werde ich allen Personen und Schiffen erfundene Namen geben. Falls wider erwarten doch jemand diese Datei zu Gesicht bekommen sollte, möchte ich es ihm oder ihr nicht noch leichter machen.

Ich sehe gerade, dass der Computer noch nicht aktualisiert wurde. Seit gestern Mittag 12 Uhr GMT bin ich Captain eines fast funkelnagelneuen 12 Jahre alten Schlachtschiffes. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich mich freuen oder über den schwarzen Humor des Schicksals ärgern soll.

Es gibt genau zwei Personen, die über die Geschehnisse bescheid wissen. Die eine bin ich. Die andere Person ist Ensign Lin Yo Chin. Auf meinem letzten Schiff, der Vergeltung, einem 43 Jahre alten Kreuzer, hatte ich die Position des 1. Offizier. Sie war so etwas wie ein Postbote. Sie transportierte Nachrichten und Meldungen von einer Stelle zur Anderen. Das waren Nachrichten, die entweder zu kompliziert, zu umfangreich oder einfach nicht wichtig genug waren, um über das InterCom geschickt zu werden. Sie ist eine recht zierliche Person mit schulterlangen, schwarzen Haaren und fast schwarzen Augen. Wenn man sie sah, hatte man immer das Gefühl, das man sie zerbrechen würde, wenn man sie zu fest ansah. Umso erstaunlicher war ihre Leistung während dieser Sache. Ach ja, wenn ich schon meine persönlichen Gedanken niederschreibe: Wäre sie nicht meine Untergebene gewesen, hätte ich mich glatt in sie verliebt... mist... ich habe mich in sie verliebt. Manchmal hasse ich die Vorschriften!

Doch jetzt möchte ich die Geschehnisse rekapitulieren:
Wie ich schon erwähnte, war ich 1. Offizier auf einem recht klapprigen Kreuzer. Verdammt! Als ich an Bord kam und mir das Schiff ansah, fiel mir auf, dass die Anti-Raketenwerfer 7 Jahre älter waren als das Schiff. Ich kann nur annehmen, dass die Werfer irgendwann als Ersatzteile eingebaut wurden. Die Alternative mag ich mir nicht einmal vorstellen. Mein Captain war Henri DeGaul. Zu diesem Zeitpunkt kannte ich ihn überhaupt nicht und war deshalb auch nicht voreingenommen. Im Laufe der Zeit stellte ich allerdings fest, dass Captain DeGaul ein, nun, sagen wir mal, interessanter Mensch war... ehrlich gesagt war er ein Mistkerl. Er behandelte seine Mannschaft als ob er der König wäre. Streng aber ungerecht. Ich fragte mich, wie so jemand jemals zum Captain befördert werden konnte. Wie dem auch sei, meine Aufgaben als IO war die Unterstützung des Captains in allen Situationen und die Vermittlung zwischen ihm und der Mannschaft. Mir wurde eins sehr schnell klar: Ich musste meine Aufgaben hervorragend erfüllen, damit ich so schnell wie möglich entweder versetzt oder befördert werde. Nur weg von diesem.....Captain!

Unser Schiff war das Kommandoschiff einer Patrouilleneinheit die außer uns einen weiteren Kreuzer, die Merlin, und zwei Zerstörer zählte. Wir waren einem Außenposten auf einem Planeten zugeteilt, der als einziger eine weiße Sonne umkreiste. Planet! Ha! Den möchte ich mal kennen lernen, der solche Dinge kategorisiert. Der einzige, mir ersichtliche, Grund, warum jemand diesen Kiesel im All als Planet bezeichnen könnte, war die Tatsache, das er eine relativ gleichmäßige Kreisbahn um eine Sonne einhielt. Das ganze Sonnensystem wurde außerdem von einer geradezu unglaublichen Anzahl von Kometen und Asteroiden "bevölkert". Ständig musste man aufpassen, dass nicht einer davon unangemeldet zu besuch kam. Es drängte sich mir der Gedanke einer Sackgasse auf. Aber wie heißt es doch so schön: Niemals die Hoffnung aufgeben.

Es war einer dieser Tage, an denen man das Gefühl hat, man sollte lieber im Bett bleiben. Manchmal sollte man auf seine Gefühle hören. Ich tat es nicht. Die Pflicht. Wir sollten wieder einmal eine dieser unglaublich wichtigen Patrouillen durchführen. Wie sich herausstellte, waren die beiden Zerstörer mal wieder nicht einsatzbereit. Der eine hatte Probleme mit seinem Atomantrieb (ein Atomantrieb! Der Großteil der Flotte wurde inzwischen von Fusions- auf Ionenantriebe umgerüstet! Jemand muss vergessen haben, es diesem Zerstörer mitzuteilen), der Andere hatte Probleme mit seinem Fusionsantrieb (ich habe nicht gesagt, die wären besser). Oh, es mangelte nicht etwa an Personal. Im Gegenteil. Anscheinend war man der Meinung, je mehr Personal man auf ein Schiff packt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit jemanden zu finden, der sich mit dem defekten Teil auskennt. Besonders bei so reparaturanfälligen und fragilen Geräten, wie z. B. altertümlichen Raumschiffen. Jede Position eines Mannschaftsdienstgrades oder eines Technischen Postens war zwei- bis dreimal besetzt. Und alle hatten in etwa den gleichen Ausbildungsstand: "Ist das ein Reaktor?". Die Offiziere machten da übrigens keine Ausnahme. Zwar mussten diese sich nicht mit den technischen Details rumschlagen, aber was das Führen eines Schiffes anging, waren allesamt Anfänger. Nur der Captain und ich hatten einige Erfahrung in der Schiffsführung. Der Kommandant des anderen Kreuzers war ein älterer Commander, der seinen Rang während einer beeindruckend langen Studienzeit errungen hatte. Sein Name war Brunt. Na ja, was soll schon groß passieren auf einer Patrouille, die weit entfernt von jeglichen Grenzen zu anderen Rassen ist?

Also zogen wir zwei Kreuzer los, um die wilden Asteroiden und die aufmüpfigen Kometen in ihre Schranken zu verweisen. Wagemutig stellten wir uns dieser Herausforderung.

Wir waren bereits mehrere Stunden unterwegs, als die Sensorstation drei Bogeys meldete, die Systemeinwärts flogen. Der Vektor ihres Anmarsches legte nahe, das sie aus einem unerforschten Gebiet dieses Sektors kamen. Der Captain befahl einen Abfangkurs und verlangte vom Signaloffizier (ein Ensign übrigens) die unbekannten Schiffe anzufunken und eine Identifikation zu verlangen. So weit, so gut. Der Ensign (was auch sonst?) an der Sensorstation hatte wohl seinen guten Tag, denn er meldete: "Sir, Captain, Sir. Ich habe eine Wahrscheinlichkeit errechnet, Sir. Es handelt sich zu 65,98% um Meklar-Schiffe, Sir.". Für meinen Geschmack zwei oder drei Sir's zuviel, aber ansonsten gute Arbeit. Der Captain sagte nur "Aha.". Er hätte wohl eine gute Leistung nicht einmal bemerkt, wenn sie ihm in den Hintern gebissen hätte. Der Krieg gegen die Meklar war seit fast 40 Jahren vorbei. Na ja, er wurde eigentlich nie richtig beendet. Jedenfalls nicht offiziell. Er hörte irgendwann einfach auf. Es gab keine Gefechte mehr und das war's. Nach dieser Zeit und mit solch überholten Daten (die veralteten Sensoren erwähne ich jetzt nicht) eine Wahrscheinlichkeit zu berechnen, die auch noch über 10% liegt, geschweige denn über 60%, ist eine Meisterleistung. Ich nahm mir für später vor, den Ensign zu fragen, wie er das gemacht hat. Der nächste Befehl des Captain hätte in mir eigentlich alle Alarmsirenen anwerfen müssen, aber wie ich schon sagte, es war einer dieser Tage.... Er befahl "Alarm 1. Auf Höchstgeschwindigkeit beschleunigen. Neuen Abfangkurs berechnen.". Etwa 30 Sekunden später erreichte uns eine Antwort der Bogeys: "C476-9I7, Meklar ExplorerKorps. Erheben sie Ansprüche auf dieses System?". Der Captain schickte ein einfaches "Ja.". Kurze Zeit später bestand er darauf, die Meklar-Schiffe zu inspizieren, da diese ja unser Hoheitsgebiet verletzt hatten. Der Kapitän der Meklar (ich nehme an, es war ein Kapitän. Ich kenne mich in der Namensgebung der Meklar nicht besonders gut aus) stimmte etwas widerwillig zu und flog uns entgegen.

Während des Anfluges konnten wir die Schiffstypen der Meklar einigermaßen spezifizieren. Es handelte sich wohl um zwei Kreuzer und eine Fregatte (die sah recht niedlich aus). Ich spürte förmlich, wie die Spannung auf der Brücke anstieg, während der Abstand immer geringer wurde. Ich befand mich bei der Sensorstation und der Abstand war inzwischen auf Energiewaffenreichweite geschrumpft. Ich hatte allerdings nie daran gedacht, ein Gefecht mit den Meklar auszutragen. Der Captain schon.

Von jetzt an passierte alles sehr schnell. Ich versuche alle meine Gedanken, die mir in dieser Zeit durch den Kopf gingen, aufzuschreiben.

Wie ich schon erwähnte, befand ich mich bei der Sensorstation und schaute dem Ensign über die Schulter. Der Ensign war offensichtlich mit der jetzigen Situation überfordert. Anders kann ich mir nicht erklären, warum er den Asteroiden nicht bemerkt hat, der geradewegs auf einen der Kreuzer der Meklar zuraste. Ich entschied, später mit dem Ensign darüber zu diskutieren, und erst mal diese Information dem Captain zugänglich zu machen. Die Meklar hatten entweder bessere Sensoren oder waren nicht so nervös wie unsere Brückencrew. Ich drehte mich gerade zum Kommandosessel um, als ich auf dem Hauptbildschirm sah, wie der Kreuzer das Feuer auf den Asteroiden eröffnete.

Es gibt im Weltraum genau zwei Möglichkeiten einen Zusammenstoß mit einem Asteroiden zu vermeiden. Erstens, man gibt einfach den Weg des Asteroiden frei (der Klügere gibt nach). Zweitens, man versucht den Asteroiden in Millionen kleiner Kiesel zu verwandeln (der, mit der größeren Feuerkraft gewinnt). Trifft ein Asteroid in komplettem Zustand ein Raumschiff, muss man sich das so vorstellen, als wenn jemand mit einem Vorschlaghammer auf eine Seifenblase einschlägt. Zerbröselt man ihn aber, so können die einzelnen Kiesel von den Partikelschilden und im günstigsten Fall schon von den Verteidigungsschilden abgefangen werden. Hier ist ein Vergleich mit auf einen Panzer geworfenen Reiskörnern angebracht. Der Kapitän der Meklar entschied sich für die zweite Variante. Ich bin sicher, er war nicht der Einzige, der diese Entscheidung bereute.

Vom Kommandosessel hörte ich einen Befehl: "Ziel erfassen. Feuer frei!". Ich bin mir hier jetzt nicht ganz sicher, wie viel Zeit ich gebraucht habe. Es wäre alles möglich, von einer Sekunde bis hin zu einer Stunde. Ich weiß es einfach nicht. Mein Blick wanderte völlig entgeistert in Richtung des Captain. "Das ist nicht wahr!" dachte ich. "Das hat er jetzt nicht befohlen! Ich hab mich verhört! Das kann nicht sein Ernst sein! Die haben doch nur auf einen ...". Dann schoss mir ein anderer Gedanke durch den Kopf: "Er weiß gar nichts von dem Asteroiden. Er hat keine Ahnung. Er glaubt, die würden auf ihn feuern. Aber die Schüsse gingen nicht einmal annähernd in unsere Richtung! Er kann unmöglich annehmen die würden auf uns...". Dann sah ich in sein Gesicht. Der Ausdruck in seinem Gesicht. Ich kann es nicht genau beschreiben. Etwas in seinen Augen, oder die Art wie er sich an den Armlehnen festhielt, oder etwas anderes, vielleicht auch alles zusammen. "Es ist ihm egal! Sie haben gefeuert. Das reicht ihm. Er hat nur darauf gewartet. Sie hätten auch nach achtern aus feuern können. Für ihn zählt nur, DASS sie gefeuert haben!".

Wie gesagt, ich weiß nicht, wie lange mein Gedankengang dauerte, aber ich fasste eine Entscheidung. Ich schrie geradezu "BEFEHL ZU..". Die Fregatte verschwand. In einem Augenblick war da ein kleines zerbrechlich aussehendes Schiff, im nächsten hatte es sich in ein sich schnell ausbreitendes Trümmerfeld verwandelt. Eine Fregatte wird nicht gebaut um Kämpfe zu bestehen. Es ist ein schneller Aufklärer. Er hatte wahrscheinlich nicht einmal Verteidigungsschilde. Unsere beiden Kreuzer hatten sich das gleiche Ziel ausgewählt. Die Unerfahrenheit zeigte sich mal wieder und es sollte nicht die einzige Gelegenheit bleiben.

Die Energiewaffen erreichten die Fregatte natürlich als Erstes und als die Raketen die Position der Fregatte erreichten, konnten sie nur noch das Trümmerfeld verglühen. "Zu spät!" dachte ich, und "Scheiße". Jetzt hieß es, retten, was zu retten war. Die Meklar werden garantiert das Feuer erwidern. Ich bemerkte auf dem Hauptbildschirm, wie die Merlin zu weit nach vorne driftete. Idiot. Er wird das erste Ziel von vermutlich beiden Meklar-Schiffen. Und tatsächlich feuerten beide Schiffe auf den Kreuzer. "Das Glück ist mit den Dummen" heißt es doch immer. Hier war ein praktisches Beispiel für die Richtigkeit dieser Aussage. Nur ein Viertel aller Energiewaffen trafen die Merlin und nur die Hälfte aller Raketen fassten sie als Ziel auf. Ein Großteil davon wurde noch von den Anti-Raketen abgefangen. Im Großen und Ganzen kam der Kreuzer mit einem blauen Auge davon. Aber er hatte trotzdem schwer einstecken müssen, da die Meklar offenbar Pulsonraketen in ihrem Arsenal hatten. Mehrere Hüllenbrüche zogen sich über das Schiff aber es war noch Manövrierfähig. Ein Großteil der Besatzung konnte noch die Rettungskapseln erreichen und das Schiff verlassen. Dachte ich. Commander Brunt auf dem anderen Schiff dachte offensichtlich nicht. Er feuerte weiter. Ein Befehl vom Kommandosessel riss mich aus meinen Gedanken: "Feuer konzentrieren auf Kreuzer zwo!".

Tja, im Grunde genommen ein sehr intelligenter Befehl. Hätte ich nicht von Ihm erwartet. Feuerkonzentration. Gelegenheit Nummer Zwo, um die Unerfahrenheit der Crew unter Beweis zu stellen. Hinzu kam noch ein in dieser Situation fataler Konstruktionsfehler unseres Kreuzers.

Wenn Schiffe auf den Sensoren entdeckt werden, erhalten diese erst einmal eine Nummerierung in der Reihenfolge ihres Auftauchens. In unserem Fall bekam ein Kreuzer die Nummer 1 und der andere die Nummer 3. Die Fregatte war Nummer 2. Normaler weise wird diese Nummerierung in die Zielerfassung übernommen. Später wird die Nummerierung anhand der geschätzten Gefährlichkeit neu vergeben.

Hier lag schon der Konstruktionsfehler. Unsere Sensorstation hatte keine direkte Verbindung mit der Zielerfassung. In späteren Baureihen wurde dieser Fehler behoben, aber bei den alten Schiffen nicht nachgerüstet. Natürlich war es möglich die Sensordaten an die Zielerfassung weiter zu geben, aber das war etwas kompliziert und erforderte einiges an Erfahrung. Da war es wieder, das böse Wort "Erfahrung".

Jetzt gab es bei uns noch ein weiteres Problem. Da die Sensorinformationen dem Feuerleitoffizier (ein Ensign, erwähnte ich das schon?) nicht zur Verfügung standen, benutzte er die Zielerfassungssensoren, um die Ziele selbst zu nummerieren. Die Fregatte bekam die Nummer 1 und die Kreuzer hatten 2 und 3. Wie gesagt, wird die Nummerierung anhand der Gefährlichkeit in die Zielerfassung eingegeben! Ja, klar.

Der Captain, wiederum, hatte seine eigene Nummerierung. Welche genau, weiß ich nicht. Auf jeden Fall war sie nicht identisch mit der des Feuerleitoffiziers. Denn als dieser das Feuer eröffnete sprang der Captain von seinem Sessel auf und fauchte den Ensign an. Aber nur kurz, denn wie schon gesagt "Das Glück ist mit den Dummen". Commander Brunt auf dem anderen Kreuzer hatte offensichtlich die gleiche Nummerierung wie unser Feuerleitoffizier. Mit anderen Worten: Beide schossen wir auf den selben Kreuzer.

Naja, der von uns beschossene Kreuzer verfügte offenbar nicht über Verteidigungsschilde und so zeigte unser Beschuss einen erstaunlichen Erfolg. Der Kreuzer wurde völlig zerstört. Unser Schiff verfügte zwar über die vor etwa 8 Jahren eingeführten Merkulitraketen, aber die Merlin hatte noch die alten Atomraketen. Nachdem die Energiewaffen die Panzerung entfernt hatten, konnten die Raketen den Rest erledigen. Sie hatten offenbar auch keine Anti-Raketenwerfer. Nur ein paar Punktabwehr-Laser. "Seltsam." Dachte ich noch, als Commander Brunt letztendlich doch das Glück verließ.

Eine Breitseite des verbliebenen Kreuzers machte kurzen Prozess und ich konnte keine einzige Rettungskapsel ausmachen. Leider war der Kapitän des Meklar-Schiffes wesentlich intelligenter als für uns gut war. Er hatte nur die Energiewaffen auf die Merlin abgefeuert. Seine Raketen jedoch flogen mit direktem Kurs auf uns zu. Ich hörte eine verzweifelte Stimme aus Richtung der Kontrolle für die Verteidigungsanlagen. "Captain, Anti-Raketenwerfer 1 und 3 ausgefallen!" "Raketen mit Energiewaffen abfangen!" rief der Captain.

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