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Dipomatie

Diplomatie in Master Of Orion 3, sicher eines der wichtigsten Kapitel. Sehen sie hierzu auch den Abschnitt Orion Senat. Master Of Orion 3 soll eine Fülle an diplomatischen Möglichkeiten bieten wie z.B. die eher herkömmlichen Handelsbeziehungen und Drohungen aber auch komplexe Dinge wie das Erwirken eines Handelsembargos und wohl am interessantesten jede Art von Kuhhandel. Dabei soll jede Kombination mit bis zu 5 Punkten je Seite möglich sein, was zu schwierigen Entscheidungen führen kann. (Soll ich wirklich eine Kolonie und ein paar Kriegsschiffe dafür opfern, dass mein Gegenüber meinen Feinden den Krieg erklärt und im Senat meine Vorhaben unterstützt?)

Ein neues Element wird die unterschiedliche Betonung der diplomatischen Vorschläge sein. So wird man einen Vorschlag bettelnd, bittend, sachlich, kühl, streitend, erklärend oder fordernd übermitteln können, eine Antwort demütig, würdigend, höflich, formell, distanziert, kalt oder beleidigend. Alles natürlich mit entsprechenden Reaktionen, ständige Beleidigungen verbessern die Beziehung sicherlich nicht, häufiges Betteln und übertriebene Höflichkeit wird aber auch als Zeichen von Schwäche ausgelegt.

Anstatt einen Vorschlag einfach nur annehmen oder ablehnen zu können gibt es nun weitere Möglichkeiten. Als erstes wäre hier natürlich der Gegenvorschlag zu nennen, ohne diese Option wären die ganzen Kuhhandelmöglichkeiten recht sinnfrei, als zweites das Ignorieren/Übergehen, eine sehr höfliche Art des "Nein" (natürlich nur solange es sehr selten eingesetzt wird ;)) und als letztes das Spielen auf Zeit, erstmaliges Vertrösten auf einen späteren Zeitpunkt.

Um diese Fülle an Möglichkeiten richtig abzudecken ohne schnell zu langweilen wird in Master of Orion 3 für die Nachrichtenerstellung eine Art Baukastensystem zum Einsatz kommen wo je nach Betonung ein anderer Block an Wörtern/Phrasen/Sätzen verwendet wird aus denen sich dann die Nachricht zusammensetzt. Um sicher zu gehen, dass auch wirklich nur richtige Sätze entstehen werden alle möglichen Kombinationen in einer Referenzliste abgespeichert sein. (Vor allem für deutsche Fans dürfte dieser Punkt äußerst interessant sein, da ich hier sehr skeptisch ob der guten Übersetzung bin. Eine derartige Engine zu übersetzen ist eine äußerst harte Nuss wo entweder die Referenzliste umgeschrieben werden muss oder wahre Sprachakrobatik verlangt wird. Wenn man sich dann noch an die ersten Versionen der Übersetzung des im Vergleich simplen Diplomatiesystems von Civ2 erinnert... Wollen wir das beste hoffen und sicherheitshalber das englische Orginal kaufen. ;))

Interessanter wird die Diplomatie auch dadurch, dass es nun vieles zu beachten gilt. Durch den hohen Detailgrad der Bevölkerungssimulation im Hintergrund gibt es nun zB keine plötzlichen Wechsel zwischen Abneigung und Freundschaft zwischen zwei Völkern mehr, im Gegenteil, die Kriegserklärung an einem treuen und liebgewonnen Verbündeten kann zu Aufständen oder sogar einer Rebellion führen... d.h. entsprechende Öffentlichkeitsarbeit ist angebracht. Umgekehrt gilt das natürlich genauso, nur durch massive Schenkungen macht man aus einem erbitterten Feind keinen treuen Freund.

Eine weitere Neuerung ist die Einführung des Zeitfaktors. Hier ist zum einen die Plazierung der diplmatischen Verhandlungen in einem eigenen Echtzeitsegment der Runde zu nennen als auch etwas ganz anderes nämlich die Verzögerung bevor geschlossene Verträge auch wirklich in die Tat umgesetzt werden. Als Spieler handelt man nur die wichtigsten Punkte aus, winzige Details, die das Spiel einfach zu sehr verzögern würden müssen von den Diplomaten aber trotzdem noch geklärt werden und diese Verzögerung gilt es einzuplanen und zu seinem Vorteil zu nutzen.

Als letztes sind noch die Bündnismöglichkeiten zu erwähnen, Handelsabkommen und dergleichen können natürlich abgeschlossen werden, als "echte" Bündnisse wird es aber nur 2 geben, zum einen die hauptsächlich militärische "Splittergruppe", die rein defensiv aber auch offensiv seien kann, sie kostet jedoch die Aufmerksamkeit des Spielers (IFPs) und einen hohen Level an diplomatischen Beziehungen zur Aufrechterhaltung und dann gibt es wieder die Einheit, diese ist jedoch nur zwischen Völkern gleicher Rasse (siehe auch Rassen) und gleichartigen politischen Systems möglich. Der Vorteil liegt auf der Hand, es wird alles geteilt, aus Balancinggründen wird dieser Effekt bei der Forschung jedoch vermindert.


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